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Original und Fälschung Gefälschte Medikamente sind in vielen Ländern der Welt zum Problem geworden. Es wird geschätzt, dass 10% der weltweit verkauften Arzneimittel Fälschungen sind. Die Folgen für die Patienten sind unüberschaubar. Wer jetzt denkt, dass dies ein Problem der Entwicklungs- oder Schwellenländer ist, wo es kein kontrolliertes Distributionssystem gibt und Strassenhändler Tabletten einzeln verkaufen, der irrt. The counterfeiters are getting more sophisticated and fake drugs are now even entering the official distribution systems, so ein WHO-Sprecher. Die WHO drängt nun auf die Einsetzung einer Taskforce, die sich mit dieser schleichenden Epidemie beschäftigt. Das Geschäft mit den falschen Pillen ist höchst lukrativ und daher auch für die organisierte Kriminalität interessant, die ihre Logistik und Finanzwege nutzen kann. Alles in Deutschland kein Thema, weil die Patienten aufgeklärt und vorsichtig sind, wenn es um ihre Gesundheit geht? Vor einiger Zeit habe ich auf einem Trödelmarkt einen Stand gesehen, auf dem Aspirin in 10er Blisterpackungen (augenscheinlich aus den USA) für 1 Euro pro Packung angeboten wurden - natürlich ohne Beipackzettel und Kartonumpackung. Und die Besucher kauften. [Arzneimittel]
Rücknahme vom Markt AstraZeneca nimmt Exanta® vom Markt. Wir haben einige Studien für Exanta gemacht. Eigentlich endet mit einem Auftrag normalerweise auch die Beschäftigung mit der Thematik oder dem Produkt. Trotzdem habe ich bei der Schlagzeile ein wenig das Gefühl, das die Arbeit umsonst gewesen ist, obwohl es nur Auftragsarbeit war. Vielleicht liegt der Wunsch etwas Dauerhaftes zu erschaffen in der Natur des Menschen. Wie der Bauarbeiter, der an Gebäuden vorbeifährt und seinem Enkel erzählt: Da habe ich mitgearbeitet.
Do it yourself ![]() Die Proteste gegen das Arzneimittelspargesetz gehen weiter. Besonders ärgert Ulla Schmidt eine Information, die auf auf den Bildschirmen in der Berliner U-Bahn gezeigt wird. Dort wird ein bisher selten diskutierter wunder Punkt der Reform angesprochen: Die Tagestherapiekosten sind abhängig von der Dosierung und Packungsgrösse. Schuld hat die Gesundheitspolitik: Budgets, Richtgrössen, gestaffelte Zuzahlungen und Festbeträge haben zu diesen Differenzen geführt. So liegt beispielsweise der Festbetrag für 20 Tabletten mit 400 mg des Analgetikums Ibuprofen bei 11,74 Euro - 20 Tabletten mit der doppelten Wirkstoffmenge haben einen Festbetrag von 12,98 Euro. Die tägliche Dosis nach ATC/DDD sind 1200 mg. Die empfohlene Einnahme 3-4x täglich. Da kostet eine Tagesdosis, wenn der Patient drei Tabletten mit jeweils 400 mg Wirkstoff nimmt 1,76 Euro. Wenn der Patient die 800 mg-Tablette teilt ist die Tagesdosis schon für 0,97 Euro zu haben. Zu welchen Ungereimtheiten die Gesetzgebung bei den Arzneimittelpreisen geführt hat, kann man auch bei Ibuprofen sehen: In niedrigen Dosierungen ist der Wirkstoff nicht rezeptpflichtig, sondern frei in Apotheken verkäuflich. Da gehen dann 20 Tabletten mit 400 mg für 3,85 Euro über die Theke, was einen Tagesdosispreis von 58 cent entspricht. [Arzneimittel]
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