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Doping im Breitensport Liegt schon ein paar Wochen in meinem Eingangskorb, trotzdem von Interesse: Das neue Heft aus der Reihe "Gesundheitsberichterstattung des Bundes" beschäftigt sich mit [Public Health]
Tabakwerbung im social media Tabakwerbung wird künftig auch in der Presse, im Internet und auf Veranstaltungen verboten sein. Ein Sprecher des Bundesverbands des Tabakwaren-Einzelhandels wies darauf hin, dass die individuelle schriftliche Kommunikation mit dem Kunden davon ausgenommen sei. Für individuelle Kommunikation braucht man qualititiv hochwertige Adressen. Gute Nachrichten für das business-model von studivz und anderen communities? [Internet]
Anwendungsbeobachtungen als Marketing-Massnahme Das ZDF-Magazin Frontal 21 über Marketing per Anwendungsbeobachtungen. Interessant: Im Bericht wird angesprochen, dass der Kodex des Vereins Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie von den Unternehmen nicht sehr ernst genommen wird. [link via home of psychotic.bitch] [TV-Magazine]
Negativ trinken Telepolis berichtet über die neueste Création von Nestlé in Sachen Ich bevorzuge weiterhin [Gesundheitswirtschaft]
Kartellrecht und Kliniken Der deutsche Krankenhausbereich ist im Umbruch. Es gibt Studien, wie die von McKinsey, die - trotz aller Bemühungen die der Kliniken die Wirtschaftlichkeit zu verbessern - für ein Drittel der Kliniken wirtschaftliche Probleme prognostizieren. Die Internetseite kliniksterben.de dokumentiert den Umbau der deutschen Krankenhauslandschaft. Vor diesem Hintergrund muss man die Meldung in der heutigen FTD sehen: Kartellamt durchsucht Asklepios-Tochter. Immer mehr Kliniken setzen auf Verbundstrukturen um die Verhandlungsposition bei Vertragsverhandlungen zu stärken. Verbünde und Kooperationen sind gut, aber die privaten Klinikkonzerne drängen auf Übernahmen, um die Bilanz und den Aktienkurs zu verbessern. Fraglich ist, ob das Kartellrecht geeignet ist, die Krankenhausversorgung im Sinne des Bürgers zu beeinflussen. Für die Patienten bedeutet die Untersagung einer Übernahme das Ende der wohnortnahen Krankenhaushausversorgung. [Klinik]
Kuh-Content ![]() Google nimmt ja Arbeit ab. "inek" ist schneller in die Suchleiste getippt als "g-drg.de" in die Adressezeile. Was das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus mit Kühen verbindet wird mir micht ganz klar. Inek = Kuh auf türkisch? [Internet]
Ein blog ist ein blog ist ein... "Blog" klingt und modern. Muss ja nicht immer auch "blog" drin sein. Wie bei dem blog der Landesapothekenkammer Thüringen. Weder Chronologie, noch Datumsangabe, keine Kommentare. Einfach nur eine Sammlung von Statements, die lediglich Journalisten zur Verwendung im Rahmen Ihrer Berichterstattung bzw. als Themenanregung dienen sollen. PR von einem Journalistenbüro. -- P.S. Mein Lieblingsstatement aus dem "blog": Es sollte nicht die Aufgabe einer Apotheke sein, in einen Wettbewerb zu gehen. Dieser hat zur Folge, dass die Kunden ihren Unmut an uns auslassen, weil sie uns für die Urheber des Problems ansehen. [Internet]
Qualität von Anwendungsbeobachtungen Mit Anwendungsbeobachtungen sind aber auch erstklassige Marketing-Instrumente. Nicht nur für neue Medikamente, auch bei älteren Präparate soll dies - bevor der Patentschutz abläuft - zu einem Umsatzkick sorgen. Der Arzt erhält als Untersuchungszentrum ein Honorar und als Gegenleistung stellt er eine voher vereinbarte Anzahl von Patienten auf das (teuere) Präparat um. Selbst die Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (GMDS) weist in den Empfehlungen zur Durchführung von Anwendungsbeobachtungen nur lapidar daruf hin, dass die Anwendungsbeobachtung nicht ausschliesslich aus Marketinginteressen durchgeführt werden darf. Das Thema ist relevant: Nach einer Information des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie (BPI) sind derzeit über 250 Anwendungsbeobachtungen gemeldet, überwiegend bundesweit und jeweils mit Beteiligung einer grösseren Anzahl von Ärzten. Die Eva Susanne Dietrich, Direktorin des frisch gegründeten Wissenschaftlichen Instituts der Techniker Krankenkasse für Nutzen und Effizienz im Gesundheitswesen (WINEG), hat sich in ihrem vorherigen Job bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) die Qualität Anwendungsbeobachtungen angesehen und ist zu dem erwarteten Ergebnis gekommen (Dietrich ES, Zierold F. Evaluation of Scientific Quality of Postmarketing Surveillance Studies in Germany. Value in Health 2006;9:A219.):
In ihrem neuen Job für die TK rechnet die Direktorin nun aus, dass jährlich 130.000 Patienten in umfassenden Studien behandelt werden könnten, wenn die von der GKV in den Anwendungsbeobachtungen bezahlten hohen Medikamentenpreise dafür eingesetzt würden. Ihre weitere Forderungen: Die existierenden Qualitätsvorgaben müssen eingehalten werden und Medikamenten-Hersteller, die die Anwendungsbeobachtungen durchführen, dazu verpflichtet werden, ihre Methodik und die gewonnenen Studienergebnisse zu veröffentlichen. Nicht sehr weitgehend, da ist selbst die Bundesregierung schon weiter. Das Gesundheitsreformgesetz sieht eine Änderung des Arzneimittelgesetzes vor: Entschädigungen, die an Ärzte für ihre Beteiligung an Untersuchungen nach Satz 1 geleistet werden, sind nach ihrer Art und Höhe so zu bemessen, dass kein Anreiz für eine bevorzugte Verschreibung oder Empfehlung bestimmter Arzneimittel entsteht. Sofern beteiligte Ärzte Leistungen zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung erbringen, sind bei Anzeigen nach Satz 1 auch die Art und die Höhe der an sie geleisteten Entschädigungen anzugeben sowie jeweils eine Ausfertigung der mit ihnen geschlossenen Verträge zu übermitteln; hiervon sind Anzeigen gegenüber den zuständigen Bundesoberbehörden ausgenommen. Ein Widerspruch ist zu erkennen, denn der Aufwand für qualitativ hochwertige Studien muss auch vergütet werden. Wo fängt der Anreiz für die Verschreibung an? Wie kann man dies vom Anreiz abgrenzen, gute Daten zu liefern? Nach meiner Meinung ist das Entscheidende, die Anwendungsbeobachungen von den Aktivitäten des Pharmaaussendienstes und des Marketings zu trennen. Nur wenn der Arzt angemesssene Ansprechpartner hat, kann sich das Image dieser Studien verbessern. Nicht alle Ärzte sind gleichermassen für die wissenschaftliche Arbeit berufen. Engagierte Ärzte, die Interesse an der aktiven Mitarbeit an Studien haben, meiden Anwendungsbeobachtungen - aus den oben genannten Qualitätsdefiziten. Weder eine Offenlegung der Vergütung, noch eine Veröffentlichungspflicht der Ergebnisse (wo überhaupt?) motivieren die "guten" Ärzte, zukünftig ihre Zeit und Patienten in solche Beobachtungsstudien zu stecken. [Pharmaindustrie]
Pharma PR Christiane Link über in ihrem blog "Behindertenparkplatz" über Gesundheitskommunikation. [Links]
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