Die dunkle Seite der Macht


Bild: Jana Walzog muckidesign

Rubio spuckt's aus. A Story from a Pharma-Insider. Ein Enthüllungsbuch eines Pharma-Insiders. Markus Grill hat das Buch in seinem blog ausführlich besprochen.
Unter dem Pseudonym John Rengen hat ein Pharma-Insider einen Enthüllungsroman geschrieben, der jede Menge Sprengstoff enthält. Der Autor war mehr als 35 Jahre in der Branche tätig, vor allem als Manager bei den Pharmakonzernen Eli Lilly und Novo Nordisk.

Überraschunsgmomente hatte ich beim Lesen des Buches nicht. Ich musste ich oft an einen Kollegen aus den USA denken. Von Typ vergleichbar mit dem Rubio in dem Buch. Früher im Marketing bei Pharmakonzernen, heute als Consultant tätig. Ein wenig hemdsärmlig, ein Verkäufertyp, der abends nach der Tagung gerne von seinem Haus, Auto, Ferienhaus in den Rockies usw. erzählt, Fotos zeigt und seine neuesten Gadgets am Tisch präsentiert. Er sagte mal halb ernst, halb flapsig: "Ich arbeite für die dunkle Seite der Macht".

Ich auch? Ist die dunkle Seite nicht überall dabei, wenn mit dem Schicksal von Menschen Geschäfte gemacht werden?
 
[Arzneimittel]
Autor: strappato   2006-09-08   Link   (3 KommentareIhr Kommentar  


hockeystick   2008-02-14  
John Rengen alias John Virapen hat jetzt ein Sachbuch nachgelegt, das bei Amazon recht positiv besprochen wird.
Wussten Sie,
• dass große Pharmakonzerne 35.000 Euro pro Jahr und niedergelassenem Arzt ausgeben, um den Arzt dazu zu bringen, ihre Produkte zu verschreiben?
• dass anerkannte Wissenschaftler und Ärzte mit teuren Reisen, Geschenken und ganz schlicht mit Geld gezielt bestochen werden, um über Medika­mente mit schwerwiegenden Nebenwirkungen positiv zu berichten?
• dass mehr als 75 Prozent der führen­den Wissenschaftler in der Medizin von der Pharma­industrie bezahlt werden?
• dass Medikamente im Handel sind, bei deren Zulassung Bestechung im Spiel war?
• dass die Pharmaindustrie Krankheiten erfindet und sie in gezielten Marketingkampagnen bewirbt, um den Absatzmarkt für ihre Produkte zu vergrößern?
• dass es für viele neu zugelassene Me­dikamente keine Langzeitstudien gibt und niemand weiß, welche Auswirkung eine dauerhafte Einnahme hat?
• dass die Pharmaindustrie zunehmend Kinder im Visier hat?

Ehrlich gesagt, ja. Evtl. trotzdem interessant.


strappato   2008-02-14  
Ich weiss. Der eine Kommentar ist von jemanden, der zwei Bücher bewertet hat: Das Virapen Buch und ein Buch des Koautors des ersten Buchs von Virapen. Und das Tage vor dem Erscheinungstermin.

John Mack hatte im Dezember ein Interview mit ihm geführt.

Ich weiss nicht so recht, was ich davon halten soll.


hockeystick   2008-02-14  
Das mit dem Amazon-Rezensenten ist bemerkenswert, sogar der Name... Wie dem auch sei. Aber das wäre für mich eher eine kleine Sünde. :-)








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