Ich bremse nur für GKV-Versicherte

Beim Vorschlag des Bundestagsabgeordneten Wolfgang Wodarg, nur Kassenpatienten bei der Transplantation Organe von Kassenpatienten zugänglich zu machen, staunt man über die mangelnde medizinische Ethik von Gesundheitspolitikern. Im Grunde unterscheidet sich diese Forderung in ihrer moralischen Fragwürdigkeit nicht von Ideen seiner Politkollegen. Dass Wodarg im von Beruf Arzt ist, tritt verschärfend hinzu, verstösst es doch gegen jegliche Grundlagen ärztlicher Ethik und ärztlichen Handelns. Hoffentlich erinnern sich die Mediziner daran, wenn die Ärzte Zeitung oder andere Standesblätter das nächste Mal einen "Kollegen" feiern, der ein politisches Mandat oder Amt errungen hat.

Kann der Organspender auch angeben, dass sein Organ nicht an Politiker geht?

--
Zur Ergänzung: Von 2002 bis 2005 war Wodarg Sprecher der SPD-Fraktion in der Enquête-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin". Noch Fragen zur Gesundheitspolitik?
 
[Politik]
Autor: strappato   2007-11-29   Link   (2 KommentareIhr Kommentar  


mager   2007-11-30  
Ruhig Blut
Naja, wenn man den Beitrag auf seiner Webseite liest, dann besteht kein Grund zum aufgeregt sein.
Ich finde es skandalöser, daß Organe bevorzugt an arabische Scheichs und PKV-Versicherte gehen!
M.


strappato   2007-11-30  
So läuft es doch. Ich war lange genug selber dabei. Am Ende der Pressemitteilung oder des Gesprächs muss noch ein Schlagzeilenknaller. Dass der "GKV-only" Vorschlag es in die Medien schafft, ist kalkuliert. Wodarg ist Politiprofi.








Stationäre Aufnahme












Letzte Beiträge und Kommentare /  Frohe Weihnachten  (strappato)  /  OH!!!  (kelef)  /  Frohe Weihnachten  (strappato)  /  Subjektive Wahrnehmung  (casadelmar)  /  Sehr interessante Sichtweise,...  (akademischer ghostwriter)  
Zum Kommentieren bitte einloggen

Metainfos über das blog. Kontakt: strappato.

search noeszett Add to Technorati Favorites rss