Transparenz

Don hat sich Gedanken zu Transparency International (TI) gemacht und recherchiert. Grundsätzlich deckt TI keine Einzelfälle auf, hält sich aber auch bei Bewertungen zurück und fokussiert alleine auf Betrug und Korruption - was angesichts der komplexen Situation gerade in Entwicklungsländern zu kurz greift.

Wie man es besser machen könnte, zeigt das Center of Global Development. In der Studie Governance and Corruption in Public Health Care Systems werden Faktoren untersucht, die für die Qualität eines Gesundheitssystems in Entwicklungs- und Schwellenländern von Bedeutung sind. Dazu gehört auch das Ausmass an Korruption, aber auch andere.
 
[Public Health]
Autor: strappato   2006-04-06   Link   (0 Kommentare)  Ihr Kommentar  



 

Andere Länder - ähnliche Probleme


Genfer See

Ich war gestern berufsbedingt einen Tag am Genfer See, daher mal ein Blick über die Grenzen in unser Nachbarland.

Die Schweiz hat, gemessen an dem Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandsprodukt, das zweitteuerste Gesundheitswesen der Welt. Deutschland liegt gleich dahinter an 3. Stelle. Auch in der Schweiz protestieren die Ärzte. Dort sind die Hausärzte auf die Strasse gegangen. Sie beklagen zuviel Bürokratie, Eingriffe der Krankenkassen und die fehlende Wertschätzung der hausärztlichen Tätigkeit. Die Schweiz bildet weniger Ärzte aus, als sie eigentlich bräuchte und profitiert in erheblichem Umfang von den Ausbildungsleistungen deutscher Universitäten. Besonders ländlichen Regionen droht deshalb in den nächsten Jahren Ärztemangel, da das Durchschnittsalter der Hausärzte bei weit über 50 Jahren liegt. Das Gesundheitswesen krankt am Förderalismus.

Überalterung und niedrige Geburtenraten sind auch ein schweizer Problem. Als Antwort für die Kostenexplosion im Gesundheitswesen wird mehr Wettbewerb vorgeschlagen.

Fast ein déjà vu.

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Noch was Positives, was ich für die Woche mitgenommen habe: Am Flughafen habe ich das erste Mal in diesem Jahr in der Sonne in einem Café gesessen. Da konnten auch die unglaublich unverschämten Preise (Mineralwasser + grosses belegtes Brötchen = 14 Franken) die Stimmung nicht trüben.
 
[Ausland]
Autor: strappato   2006-04-04   Link   (2 KommentareIhr Kommentar  



 

Vollkasko-Gesellschaft

Letztens an der Ausleihe....

Ja, sind Sie denn als Bibliothek nicht gegen so etwas versichert???
 
[Sozialstaat]
Autor: strappato   2006-03-30   Link   (0 Kommentare)  Ihr Kommentar  



 

Koloskopie-manie

Deutschland ist eines der wenigen Länder mit einem Programm zur Früherkennung von Darmkrebs. Zur Zeit nutzen rund 600.000 gesetzlich Versicherte ab dem 55. Lebensjahr das Angebot einer Koloskopie. Immer noch viel zu wenig, da dies nur 5% eines Jahrgangs sind - argumentieren die Befürworter und rechnen vor: Um 20 Prozent der Patienten zu erreichen, würden rund vier Millionen Koloskopien pro Jahr benötigt.

Insgesamt werden in Deutschland rund 2 Millionen Darmspiegelungen jährlich durchgeführt - das sind 45% von allen Koloskopien in den westeuropäischen Ländern. Eine Bewertung erspare ich mir hier, aber es verdeutlicht den Umfang der medizinischen Leistungen in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern. Demnächst kennen die Deutschen ihren Darm besser als ihre Nachbarn.
 
[Public Health]
Autor: strappato   2006-03-30   Link   (0 Kommentare)  Ihr Kommentar  



 



Stationäre Aufnahme












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