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Sponsoren und Gönner In der aktuellen Ausgabe des Public Health Forum erinnert Prof. Georges Fülgraff, ehemaliger Präsident des Bundesgesundheitsamtes und danach Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, daran, dass Pharmaunternehmen als Sponsoren in der Medizin mit ihren finanziellen Einsatz auch eigene Ziele verbinden. Sein Artikel beginnt mit einer Begebenheit, die knapp 30 Jahre her ist. Georges Fülgraff berichtet von einem Brillantring, den er nach einem Händedruck in seiner Hand fand. Der Artikel zeigt auch, auf welchem Stand die Diskussion um Ethik und Abhängigkeiten in der deutschen medical scientific community ist. Man setzt auf Eigenverantwortung. Sein Tipp: Ein gutes Kriterium sei, ob man mit einem möglichen Sponsor im eigenen fachlichen Umfeld zusammen gesehen werden und auftreten möchte. Wenn es so einfach wäre. Fülgraff G. Nicht jeder Sponsor ist ein Gönner. Public Health Forum 2006;Heft 53:16-17. [Ethik & Monetik]
Pfizer’s pipeline explosion Was sagt die US-amerikanische blogosphere zu dem Pfizer-GAU? med-chatter zeigt es. [Pharmaindustrie]
Pfizer hat die Entwicklung des neuen Cholesterin-Medikaments wegen einer unerwartet hohen Zahl von Todesfällen und Komplikationen in klinischen Tests eingestellt. Über 600 Millionen Euro Entwicklungskosten und die Hoffnung auf einen Ausgleich für den auslaufenden Patentschutz von wichtigen Umsatzbringern haben sich in Luft aufgelöst. Der neue Pfizer-CEO hatte schon letzte Woche weitere Kosteneinsparungen angekündigt und 2200 Aussendienstmitarbeiter in den USA entlassen. Auch in Europa werden schon länger Umstrukturierungen und Kündigungen vorbereitet. Die könnten nun ein wenig heftiger ausfallen. Vielleicht sollte ich wie Peter Rost, die E-mail-Adressen mir bekannter Headhunter veröffentlichen. Mit scheint, es wird Bedarf dafür bestehen. [Pharmaindustrie]
Massenmail Pfizer will 20% seiner Mitarbeiter im Pharmaaussendienst [Ausland]
Ein cent für die Weltrettung Das Unternehmen Ratiopharm hat in den letzten Monaten Das Gute soll das Projekt World in Balance sein. WORLD IN BALANCE ist ein Brückenschlag zwischen Jugend und Alter, Schwarz und Weiß, Ost und West, Süd und Nord, zwischen Kunst und Industrie, Zivilisation und Ökologie, Leben und Tod oder Arm und Reich.
Für die Weltrettung hat man sich den deutschlandweit bekanntesten Helfer mit ins Boot geholt: Karlheinz Böhm mit seiner Stiftung "Menschen für Menschen". Was den Erfolg des darüber Redens garantiert. Ein cent sollen für jede verkaufte Medikamentenpackung in das Projekt gesteckt werden. 2006 sind das 1,7 Millionen Euro. Angesichts der 864,4 Millionen Euro Deutschland-Umsatz von ratiopharm und des von der US-Zeitschrift "forbes" geschätzten Merckle Vermögens von 5,7 Milliarden Euro (Platz 65 auf der Liste der weltweit reichsten Menschen) erscheint die Summe gering. Zweifel kommen auch auf, wenn man das eigentliche Ziel sich anhört: Darüber hinaus werden alle Vertriebs- und Marketingaktivitäten in Deutschland langfristig auf die Initiative ausgerichtet und Ärzte und Apotheker über den Außendienst und Anzeigen informiert. Da wird wohl das "rede darüber" vor das "tue Gutes" gestellt. [Pharmaindustrie]
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