Malaria auf Jamaica

Die Behörden in Jamaica haben mit dem ersten Malaria-Ausbruch seit 40 Jahren zu kämpfen. Das Centers for Disease Control and Prevention (CDC) empfiehlt Touristen, , die in Kingston übernachten, eine Malariaprophylaxe.

Der Klimawandel begünstigt die Ausbreitung der Malaria. Deutschland ist da nicht von ausgenommen.

Wenn man zynisch ist, könnte man das sogar begrüssen. Dann hätten die Pharmaunternehmen endlich ein Interesse daran, Impfstoffe und Medikamente gegen die Malaria tropica zu entwickeln.
 
[Public Health]
Autor: strappato   2006-12-08   Link   (2 KommentareIhr Kommentar  



 

Prioritätensetzung

Prof. Fritz Beske plädiert in seinem jüngsten Gutachten für Leistungskürzungen bei der Gesetzlichen Krankenversicherung. Wir brauchen eine Debatte über Prioritäten in der Medizin.

Interessant ist die Kurzfassung des Gutachtens. Auch wenn man die Vorschläge im Einzelnen nicht immer teilt, ist es doch eine klare Bestandsaufnahme der Situation im Gesundheitswesen, die von der Politik, aber auch von Patienten, Leistungserbringern und Unternehmen, gerne ignoriert wird. Die Studie soll auch keine Streichorgien auslösen, sondern zur längst fälligen Diskussion dienen, was eine solidarisch finanzierte Krankenversicherung leisten soll und wie dies finanziert werden kann.
 
[Reform]
Autor: strappato   2006-12-07   Link   (8 KommentareIhr Kommentar  



 

Patientenverbände als PR-Truppen

Die Beziehungen von Pharmakonzernen zu Patientenverbänden sind auch ein Thema in UK. The Sunday Times zeigt, welche Beträge dort fliessen.

Sir Michael Rawlins, chairman des National Institute for Health and Clinical Excellence (NICE), das in Grossbritannien über die Erstattung von Medikamenten und Therapien durch das staatliche Gesundheitssystem entscheidet, warnte davor, dass dieses Sponsoring zu einem übertriebenden Druck und ungerechten Entscheidungen über die Medikamente, die erstattet werden, führen könnte.

Eine sehr lautstarker Verband Cancerbackup hat umgerechnet 43.000 Euro von Roche erhalten. Was ein erfolgreiches Investment war. Roches Medikament Herceptin® erhielt überraschend schnell nach einer erweiterten Zulassung die Zustimmung für die Erstattung. Onkologen haben NICE vorgeworfen, dass die Entscheidung durch eine Medienkampagne des Herstellers Roche beeinflusst worden ist, bei der die Patientenverbände grossen Anteil hatten.

Rawlings statement klingt sehr ernst:
In the long term it will do the patient organisations an immense amount of damage and the confidence in their neutrality will dissipate. . . It certainly is distasteful.

 
[Ausland]
Autor: strappato   2006-12-06   Link   (2 KommentareIhr Kommentar  



 

Betrugsermittlungen gegen Sanitätshäuser

Eine Meldung vom 20.11.2006, die mir entgangen ist. Focus hatte darüber berichtet und es ist im Ärzteblatt-Online unter "Vermischtes" erschienen:

Wegen Betrugsverdachts gegen Sanitätshäuser und Orthopäden ermitteln deutschlandweit Staatsanwaltschaften und Kriminalpolizei. Es geht um klassische Schmiergeldzahlungen an Ärzte, die Patienten mit Hilfsmittelrezepten immer zu denselben Sanitätshäusern geschickt haben, oder sich gleich die Ware in die Praxis liefern haben lassen.

Man könnte den Eindruck bekommen, dass sowas zum Alltag im deutschen Gesundheitssystem gehört und die Journalisten nicht mehr beeindruckt - und die Versicherten auch nicht.
 
[Ethik & Monetik]
Autor: strappato   2006-12-06   Link   (0 Kommentare)  Ihr Kommentar  



 

Apothekenöffnungszeiten

Wieder mal ein längeres Gespräch mit meinem Apothekerfreund über das Geschäft und die bittere Zukunft. Er wies mich auf einen Aspekt hin, der mir neu war.

Die Freigabe der Ladenöffnungszeiten bedroht viele Apotheken in Shopping-Malls, die in den letzten Jahren eröffnet worden sind. Die Situation:
  • Hohe Fixkosten durch Ladenmiete und Investitionsabschreibungen.
  • Verträge, die für alle Läden im Center die Öffnungszeiten festlegen.
  • Verträge mit Einschränkung des Sortiments bei kosmetischen und sonstigen Produkten aus Wettbwerbsschutz gegenüber den Drogerien und Parfümerien im Center.
Während andere Läden die Mehrkosten der verlängerten Öffnungszeiten in den ruhigen Stunden mit 400 €-Kräften abfangen, müssen in der Apotheke ein (angestellter) Apotheker und möglicherweise eine Pharmazeutisch-technische Assistentin (PTA) Dienst schieben. Da werden viele Apotheken in vermeintlich guten Lagen, besonders in Shopping-Malls, Probleme bekommen. Ob da Verhandlungen mit Vermieter/Betreiber immer erfolgreich sind? Eine Apotheke ist nicht gerade ein Ankermieter, auf den ein Einkaufszentrum nicht verzichten kann.
 
[Apotheken]
Autor: strappato   2006-12-06   Link   (0 Kommentare)  Ihr Kommentar  



 

Nikolaus


 
[heile Welt]
Autor: strappato   2006-12-06   Link   (3 KommentareIhr Kommentar  



 



Stationäre Aufnahme












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