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AstraZeneca tapes Der Albtraum für AstraZeneca nimmt kein Ende. Peter Rost wurden zwei Audio-Aufnahmen zugespielt, die zur Schulung der Pharmaberater eingesetzt worden sind. Diese belegen, dass AstraZeneca das Brustkrebs-Medikament Arimidex® mit Informationen vermarktet hat, die aus den klinischen Studien bei objektiver Bewertung nicht haltbar sind. The AstraZeneca's policy for product promotion states that "As with all product discussions, all such product comparisons may be made only in the context of an objective, balanced presentation. The benefits of one product and the shortcomings of another may not be singled out." Das ist ein Bruch Vereinbarung des "Corporate Integrity Agreement" von AstraZeneca mit dem Gesundheitsministerium und kann im Extremfall bedeuten, dass AstraZeneca vom Verkauf im Rahmen der staatlichen Programme ausgeschlossen wird. [AstraZeneca - Bucket of cash]
Baron Münchhausen Der Journalist Werner Bartens von der Süddeutschen Zeitung hat es bis zum Baron der Woche bei boocompany gebracht. Nun macht die Süddeutsche Zeitung kräftig Werbung für sein neues Werk: Das Ärztehasserbuch und veröffentlicht eine Erklärung für "Ärztelatein". Sehr gut getroffen hat es der Kommentator, des heutigen Artikels: Herr Bartens und sein "Ärztehasserbuch" scheinen es Ihnen ja angetan zu haben. Ich weiß nicht genau, wie lange der Verfasser als Arzt gearbeitet hat. Ich jedenfalls habe eine ganze Reihe dieser Ausdrücke in zwölf Jahren Tätigkeit noch nie gehört. Aber ein Buch muß sich ja auch gut verkaufen - da spielt die Wahrheit dann keine so große Rolle... -- So ganz ausgelastet ist er als Redakteur nicht. Er schreibt nicht nur Bücher, sondern steht natürlich für Rundfunkgespräche, Vorträge, Seminare, Moderationen und Lesungen zur Verfügung. [Journalismus]
Die guten Beziehungen der Rhön Klinikum AG Im Klinikbereich findet zur Zeit eine Grundsatzdebatte statt. Bisher konnten die privaten Klinikketten ohne Widerstände Krankenhäuser übernehmen. Viele Kommunen haben ihre Einrichtungen sogar auf den silbernen Tablett serviert, um die defizitären Kostentreiber loszuwerden. Nun hat das Bundeskartellamt der Rhön-Klinikum AG die Übernahme von zwei Kliniken untersagt, was von den Gerichten bestätigt wurde. Übernahmen müssen genehmigt werden, sobald die Unternehmen mehr als 500 Mio. Euro im Jahr umsetzen. Klinikketten waren in den letzten Jahren für Investoren sehr lukrative Anlagen. Die privaten Betreiber sehen ihre Geschäftsgrundlage in Gefahr und rufen die Politik auf den Plan. Gesundheitsstaatssekretär Theo Schröder und der größte deutsche Krankenhauskonzern Rhön Klinikum AG werfen dem Kartellamt vor, die Privatisierung öffentlicher Krankenhäuser unnötig zu erschweren, meldet die FAZ. Das überrascht nicht, wenn man sich die Biographie des Staatssekretärs ansieht. Dezember 1994: Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Soziales und Gesundheit in Erfurt, in dem er unter anderem für einen neuen Krankenhausplan und die Umstrukturierung der Thüringer Krankenhauslandschaft verantwortlich zeichnete.
Das 1995 eröffnete Klinikum Meiningen GmbH, eine 100% Tochter der Rhön Klinikum AG, gilt als erstes mischfinanziertes und privat geführtes Akutkrankenhaus Deutschlands. In Thüringen sind private Klinikbetreiber mit über 30% Marktanteil überdurchschnittlich vertreten. In einigen Kreisen dominieren private Träger die Kliniklandschaft. Dezember 1999: Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales und Frauen in Berlin, wo er insbesondere Verantwortung für die Gesundheitspolitik, die Stabilisierung der Berliner Krankenkassen und die Umgestaltung der städtischen Krankenhäuser Berlins trug.
2001 hat Helios das Klinikum Berlin-Buch mit erworben. Die Rhön Klinikum AG war im Bieterwettstreit unterlegen.Dezember 2000: Bereichsleiter des Vorstandsbereiches Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen in der Rhön-Klinikum AG, Bad Neustadt an der Saale.
Der Tagesspiegel nannte dies einen pikanten Seitenwechsel.Doch der kommunikationsarme Schröder ging schon nach einem einjährigen Gastspiel stiften, hatte noch einen Mini-Auftritt bei den Rhön-Kliniken, um dann als Staatssekretär bei der neuen Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) anzuheuern, wie es die Ärzte Zeitung umschreibt. -- Ich weise gerne wieder einmal auf das blog kliniksterben.de hin. [Klinik]
London calling Die Affäre um AstraZenecas Verkaufsmanager und das unethische Marketing des Unternehmens hat seinen Weg über den Atlantik gefunden: Am Hauptsitz von AstraZeneca in London berichtet die Zeitng "The Independend" über den Fall. The pharmaceutical giant AstraZeneca is at the centre of a storm in the US after firing one of its sales directors for comments he made likening doctors' offices to "a big bucket of money". [AstraZeneca - Bucket of cash]
Saubere Alpenrepublik Die Staatsanwaltschaften sind in Deutschland mit dem Gesundheitswesen Unser Nachbarland Österreich hat ein ähnlich komplexes Gesundheitssystem, das wahrscheinlich auch zu Korruption einlädt - sollte man meinen. Aber trotzdem ist es ein Land der Saubermänner, wie die Salzburger Nachrichten am 3.4.2007 titelten: keine_korruption (pdf, 196 KB). Der Nationalratsabgeordnete Johann Maier hatte wieder einmal nachgefragt und die bekannten Antworten [Oesterreich]
Komplex Österreich ist ein interessanter, aber sehr komplexer und reglementierter Markt.
Die neue Pfizer-Austria Chefin Theresa Firestone im "Wirtschaftsblatt" am 4.4.2007.Da wird es sicher in den Verbänden, bei den Sozialpartnern oder PR-Agenturen einige geben, die Ms Firestone gerne in die Feinheiten des komplexen Systems einführen. Aber cave: Die Dame kann kein deutsch - oder gar ![]() Was Deutschland und Österreich trennt, ist die gemeinsame Sprache. Karl Kraus [Oesterreich]
CNBC berichtet über AstraZenecas Verkaufspraktiken Die Affäre um den gefeuerten Verkaufsmanager und das unethische marketing bei AstraZeneca in den USA - Bucket of Cash Ein TV-Bericht im CNBC. [AstraZeneca - Bucket of cash]
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