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Big Scandal Fox News berichtet über den Nachdem die ENHANCE-Studie den Nutzen der Cholesterinsenkung mit Statinen in die Diskussion gebracht hat, wird in den USA ein weiteres Glaubensbekenntnis in Frage gestellt: Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) als Glückspillen. [Ausland]
Arztpraxis als Tankstelle In einem Artikel in der Ärzte Zeitung (nur für Fachkreise online) wird für die Arzthelferin als IGeL-Managerin geworben. Sie sei der Erfolgsgarant für die Praxis. Um dem Personal die Hemmungen vor dem Anpreisen von Selbstzahler-Leistungen zu nehmen, stellt die Autorin die Vorteile heraus:
Das ethische Verständnis: Die Arztpraxis als Tankstelle. Analog dazu kann man das Lebensmittelangebot an Tankstellen sehen: Wer kennt noch eine Tankstelle, die nur vom Benzinverkauf lebt? [IGeL]
Fast suicides Die Raucherentwöhnungs-Pille Champix® (in den USA Chantix®) ist vom US-Branchenblatt Pharmaceutical Executive zum "Brand of the Year" gekürt worden. Im Artikel wird über Zigaretten geschrieben: They are casually dismissed as "slow suicides," their health problems shrugged off as their just desserts. Könnte man glatt über Champix® sagen, mit dem Unterschied dass die Tabletten für einige Patienten "fast suicides" bedeuteten. -- Übrigens: "Brand of the Year 2007 " war der HPV-Impfstoff Gardasil®. [Champix]
Pharmakugelschreiber: Hardware-Spam ![]() Pharmamarketing-Blogger John Mack hat sich Gedanken über den Nutzen der Pharmakugelschreiber gemacht. Gemeinhin würde man die bunten Teile mit dem Schriftzug eines Medikaments in der PC-Ära als überkommene Tradition belächeln. Zweifel kamen John Mack bei einer ganzseitigen Anzeige eines Anbieters von Werbekugelschreibern in der Fachzeitschrift Pharmaceutical Executive. Mack rechnete nach und kam zum Schluss, dass lediglich ein als Kunde für den beworbenen Kugelschreiber gewonnener Pharmakonzern die Kosten für die teure Anzeige wieder einspielt. Dass ein Pharmaunternehmen zugreift, ist nicht unwahrscheinlich. Nach der Kalkulation von John Mack könnten 98% der beschenkten Ärzte den Stift in die Tonne treten. Bei den verbliebenen 2% muss der Kugelschreiber nur einen zusätzlichen Wert von 2 Dollar bei den Verschreibungen für das beworbene Präparat generieren, damit sich die Kampagne mit dem Pharmakugelschreiber für das Unternehmen auszahlt. Put your brand in their hands. Ob die Rechnung so stimmt, bleibt offen. Nicht nur, weil der beworbene Kugelschreiber im Internet mit stolzen 1,25 Dollar in der Preisliste steht. Weniger aufwändige Modelle sind jedoch für die Hälfte zu haben, Rabatte gehören zum Werbegeschäft und es muss ja nicht gleich ein Markenhersteller wie "Senator" sein. Das Prinzip wird aber klar: Keine Distributionskosten, weil der Aussendienst sowieso den Arzt aufsucht, grosse Diskrepanz von Einsatz zu potentiellen Ertrag und die grosse Anzahl der Ärzte. Ist wie bei E-Mail Spam. Und so werden uns trotz Computers, elektronischer Patientenakte und papierloser Praxis die Pharmakugelschreiber noch lange begleiten. Wie Spam eben. ... und manchmal steht ja sogar Viagra drauf. [Pharmakugelschreiber]
Emotionale Labilität In einer kürzlich veröffentlichten Among adults with moderate to severe major depression in the clinical trials we reviewed, paroxetine was not superior to placebo in terms of overall treatment effectiveness and acceptability. Noch bemerkenswerter die Terminologie, mit der GlaxoSmithKline offenbar gravierende Nebenwirkungen des Präparats zu verschleiern sucht und gleichzeitig eine objektive Bewertung des Nebenwirkungsprofils unmöglich macht. Hinter dem harmlos erscheinenden Begriff "emotional liability" (etwa: "emotionale Labilität") können sich nämlich auch vollendete Suizide verbergen. In addition, we found disclosure of suicidal tendencies in the GlaxoSmithKline Clinical Trial Registry somewhat problematic. In some cases, for example, patients were reported to have “emotional liability,” with a note explaining that this term was used to indicate “completed or attempted suicide, suicidal tendencies or mood fluctuations.” [Klinische Studien]
Medizin und Ästhetik Medizin ist faszinierend und hat eine eigene Ästhetik. Das sollte nicht unter dem alles dominierenden Businessdenken der Pharmaindustrie und Gesundheitswirtschaft begraben werden. Ein feines blog dazu: Steet Anatomy, das blog der medizinischen Illustratorin Vanessa Ruiz. Dort gefunden: WinkingSkull, eine interaktive Internet-Version eines Anatomie-Atlas aus dem Thieme-Verlag. Viele Funktionen kann man nur nach kostenloser Anmeldung nutzen. Hat tip: Eine Leserin. [Blogs]
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