Links am Samstag

Freiwillige Selbstkontrolle der Pharmaindustrie wirkungslos.

Österreich: Aufstand der Turnusärzte (Video) - "Das einzige, was ich im Turnus gelernt habe, ist Maschinschreiben"

23andMe: Gentest-Firma vertauscht DNA-Ergebnisse ihrer Kunden.
F.D.A. Faults Companies on Unapproved Genetic Tests - darunter auch 23andMe.

Free latte for oncologists? Not without disclosure - Namen kaffeetrinkender Ärzte werden im Internet veröffentlicht.

Europas Patienten können Arzt frei wählen - EU-Gesundheitsminister: Patienten sollen künftig frei wählen können, in welchem Land sie sich einer Behandlung unterziehen.

Verdacht auf Körperverletzung und Betrug: DRK-Chefarzt und Geschäftsführer verhaftet.

Reaktion auf Pharma-Sparpaket: Kohlpharma streicht 150 Stellen.

Neuer Pharmakontrolleur: 'Unsinniges aussortieren'.

Impfungen: Nutzenbewertung aus verschiedenen Blickwinkeln - So wird Vertrauen geschaffen: Die Erstellung des Beitrages wurde durch einen unconditional grant der Sanofi-Pasteur-MSD GmbH, Leimen, unterstützt.

Paging Dr. House: You Spend a Lot of Money in 43 Minutes - in einer Dr-House-Folge werden medizinische Leistungen für 298.000 Dollar verabreicht.

Schönheitswahn. Der Körper als Baustelle.

Asco-Kongress: Kostspieliger Gewinn an Lebenszeit.

Cheap cancer drug 'could save the sight of tens of thousands of older people'.

Disease-Management. Patienten im Datenverlies.
 
[Links]
Autor: strappato   2010-06-12   Link   (0 Kommentare)  Ihr Kommentar  



 

Interessenkonflikte: Professor Schmiegel legt nach

Ein kleiner Nachtrag zu unserer Geschichte über die falsche Interessenkonflikterklärung des Krebsspezialisten und Leitlinienautors Professor Wolff Schmiegel im "Deutschen Ärzteblatt".

Einige Zeit nach Veröffentlichung unseres Artikels und einer Nachfrage beim "Deutschen Ärzteblatt" hatte die Zeitschrift im Rahmen einer "Berichtigung" eine korrigierte Erklärung von Schmiegel und zwei seiner Mitautoren veröffentlicht.

Bei aufmerksamer Durchsicht der korrigierten Erklärung konnte einen ein Punkt stutzig machen: Während der mühevollste Teil meiner Recherchen nahegelegt hatten, dass Schmiegel neben anderen Geldflüssen vom Pharmakonzern Roche von diesem auch Forschungsgelder erhalten hatte (siehe Punkt "Oktober 2006"), fand sich von solchen Zuwendungen kein Wort in seiner korrigierten Erklärung. Sollte also der Anschein in diesem einen Punkt getrogen haben?

Offenbar nicht. Denn zum Abschluss der Diskussion des Beitrags in der aktuellen Ausgabe des Ärzteblattes findet sich ein Schlusswort von Wolff Schmiegel und ein neues Interessenkonflikt-Statement. Und dieses unterscheidet sich in einem gar nicht unwesentlichen Detail von den bisher nachträglich eingeräumten Zuwendungen (Hervorhebung von mir):
Prof. Schmiegel hat Referentenhonorare von den Firmen Merck, Roche, Abbott, Amgen, Pfizer, Falk und Astra-Zeneca erhalten. Ferner erhielt er Reisekostenunterstützung von den Firmen Roche, Merck, Astra-Zeneca und wurde für seine beratende Tätigkeit von den Firmen Roche, Amgen und Astra-Zeneca honoriert. Er erhielt Forschungsprojektunterstützung von Roche und Sanofi-Aventis.

Während an seiner engen Verbindung zu Roche auch vorher schon kein Zweifel mehr bestehen konnte, ist mit Sanofi-Aventis noch ein weiterer bedeutender Anbieter von Krebsmedikamenten in die Liste aufgerückt.
 
[Ethik & Monetik]
Autor: hockeystick   2010-06-10   Link   (1 KommentarIhr Kommentar  



 

taz wundert sich über rätselhafte Berichtigungen im Deutschen Ärzteblatt

Die Tageszeitung "taz" berichtet über Interessenkonflikte im Gesundheitswesen und widmet sich besonders der Frage, wie das Deutsche Ärzteblatt (DÄB) mit den finanziellen Verbindungen seiner Autoren umgeht.

Aufgefallen ist dem Autor Klaus-Peter Görlitzer folgendes:
Es tauchen auch immer mal wieder nachgereichte Erklärungen zu Interessenkonflikten auf - mit Angaben, die AutorInnen beim Abgeben ihres Originalmanuskripts wohl vergessen hatten.

[...]

Durch wen oder was Berichtigungen veranlasst wurden, teilt die DÄB-Redaktion leider regelmäßig ebenso wenig mit wie die Höhe der finanziellen Zuwendungen.

Der zweite Teil der Fragestellung ist in der Tat interessant. Zum ersten Teil habe ich zumindest eine Theorie:
Kein Interessenkonflikt im Sinne der Richtlinien
Kein Interessenkonflikt im Sinne der Richtlinien (III)
 
[Ethik & Monetik]
Autor: hockeystick   2010-06-09   Link   (3 KommentareIhr Kommentar  



 



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