NovartisPlex in Basel

Den Googleplex, das Hauptquartier von Google, kennen viele, obwohl nur wenige bisher drinnen waren. Mit der guten Stimmung, dem freien Essen, der kommunikativen Atmosphäre und kreativen Spannung, die dort zu finden sein sollen, gehört es zu den Internetlegenden.

Das ist aber nicht Internet-Unternehmen vorbehalten. Auch Big Pharma ist dabei, seinen Mitarbeitern mit einem Hauch von Luxus zu kreativen Effizienzsprüngen zu verhelfen. Novartis verwandelt sein Areal in Basel mit Forschungs- und Produktionsstätten, Bürogebäuden und dem internationalen Hauptsitz in ein hochmodernes Forschungs-, Entwicklungs- und Managementzentrum - dem Novartis Campus.

Am Baseler Rheinufer entsteht so ein Campus des Wissens, der Innovation und der Begegnung, der laut Novartis durch die eine "funktionale und ästhetische Arbeitsumgebung mit idealen Voraussetzungen für Kommunikation, Wissensaustausch und Zusammenarbeit" bietet. Der Pharmakonzern lässt sich das rund 2 Milliarden Schweizer Franken, umgerechnet etwa 1,2 Milliarden Euro, kosten.

Das schweizer Fernsehen konnte einen Blick reinwerfen.



Nicht so bunt wie bei Google, aber nicht minder irreal gegenüber den Arbeitsbedingungen derjenigen, die nicht zu der kleinen Zahl der internationalen Spitzenkräfte und "High Potentials" gehören , um die Konzerne wie Google oder Novartis sich bemühen.
 
[Pharmaindustrie]
Autor: strappato   2008-08-24   Link   (0 Kommentare)  Ihr Kommentar  



 

Pfizer Hong Kong - why i rock!

Weitere zwei Vorstellungsvideos für das Praktikum bei Pfizer in Hong Kong.



Titel: why i rock, draft one. Bisher das abgefahrenste. Spezielles Interesse an der Pharmaindustrie ist wiederum nicht zu erkennen. Pfizer is well positioned for the future. Das würden weder Jeff Kindler, Pfizer CEO , noch die Aktionäre und Investoren, und erst recht nicht alle Mitarbeiter unterschreiben.

Noch eines:
http://www.youtube.com/watch?v=iy2ySocPVU0
 
[Pharmaindustrie]
Autor: strappato   2008-08-22   Link   (0 Kommentare)  Ihr Kommentar  



 

Mehr Pfizer Bewerbungsvideos

Für die Bewerber, die mit einem Programm der Studentenorganisation AIESEC gerne ein 1-jähriges Praktikum bei Pfizer in Hong Kong absolvieren wollen, spielt das besondere Geschäftsfeld des Pharmakonzerns - was Medizin/Pharma von Banken oder Autohersteller unterscheidet - keine Rolle.

Hier sind weitere Videos:

Revolutionary products. Die hat wohl eher Apple.

http://www.youtube.com/watch?v=ZWC54kfRBzA
Pfizer is exactly providing what I am looking for. Eine beeindruckende Zeile im CV.
 
[Pharmaindustrie]
Autor: strappato   2008-08-18   Link   (0 Kommentare)  Ihr Kommentar  



 

Pfizer Bewerbungsvideo



Bewerbung für ein Praktikum bei Pfizer in Hong Kong. In den fünf Minuten in denen sich Ms Rodriguez vorstellt spielt das Geschäftsfeld des weltgrössten Pharmakonzerns - Medizin, Gesundheit, Forschung - keine Rolle. Kein: "Working together for a healthier world" (der Claim des Unternehmens). Es überrascht mich nicht. Den Communications Officers bei Pfizer sollte dies zu Denken geben.
 
[Pharmaindustrie]
Autor: strappato   2008-08-16   Link   (1 KommentarIhr Kommentar  



 

AIDS-Aktivisten protestieren auf BMS-Symposium


Die Aktivisten der AIDS-Bewegung Act Up haben auf der Welt-AIDS-Konferenz in Mexico City ein Symposium des Pharmaunternehmens Bristol-Myers Squibb (BMS) gestört. Damit wollte Act Up gegen die Einstellung des Vertriebs der Kapseln mit 100 mg Wirkstoff des Medikaments Sustiva® (Efavirenz) protestieren, die in dieser Dosierung bei der Therapie von Kindern mit HIV/AIDS eingesetzt werden.

Ein Sprecher von BMS erklärte gegenüber dem Blog Pharmalot, dass die Entscheidung auf der beschränkter Nachfrage nach 100 mg Kapseln und der zur Verfügung stehenden alternativen Dosierungen basierte.
The 100 mg capsules can be substituted by two 50 mg capsules. This reflects current physician prescribing patterns for SUSTIVA in pediatric patients who require lower strength and/or smaller capsules or other patients who require a dosage adjustment.

 
[Pharmaindustrie]
Autor: strappato   2008-08-04   Link   (0 Kommentare)  Ihr Kommentar  



 

Unterschiedliche Länder - gleiche Argumente

In den USA geht es Big Pharma an den Kragen. Beide Präsidentschaftskandidaten, John McCain als auch Barak Obama, haben die zu hohen Arzneimittelpreise als relevanten Faktor für die Finanzierung der beabsichtigten Reformen entdeckt.

Trotz der Untersuchungen des US-Senats zu irreführender Pharmawerbung, verdeckten Zahlungen an Ärzte oder dem Betrug von staatlichen Gesundheitsprogrammen - vom rapiden Vertrauensverlust in der Öffentlichkeit mal ganz zu schweigen - scheinen viele Manager der US-Pharmakonzerne den Ernst der Lage zu ignorieren.
Your house is on fire, and you’re still smoking in bed.
So drastisch verdeutlicht Billy Tauzin, Präsident des US-Pharmaverbandes PhRMA, seinen Mitgliedern die Situation.

Jeff Kindler, CEO von Pfizer, sieht die Gefahr und pdf-Dateiwiederholt vor dem Finanzausschuss des US-Senats die Argumentation der Pharmaindustrie, die da lautet: "Ohne hohe Preise, keine Innovation".
In Europe, a generation ago, vibrant, competitive pharmaceutical industries flourished in France, Germany, Switzerland, and a host of other nations. But these systems, forced to cut short-term costs, ended up offering insufficient rewards for innovation. In 2004, the U.S. Commerce Department completed a study demonstrating that price controls and other restrictive practices in Europe and elsewhere stifled innovation.
Bei der Anhörung zu Schutzrechten fordert Kindler dementsprechend längere Patentlaufzeiten und die internationale Durchsetzung der Abkommen zum Schutz des geistigen Eigentums.

Andere Länder, gleiches Mantra: Hierzulande sieht Cornelia Yzer, Hauptgeschäftsführerin des Verbandes der forschenden Arzneimittelhersteller (VFA), den Pharmastandort Deutschland in Gefahr.
Positive Aspekte des Standorts Deutschland, wie die freie Preisbildung und der ungehinderte Marktzugang für Innovationen, würden durch Überregulierung und sich teils widersprechende oder die Wirkung verschärfende Markteingriffe der Politik konterkariert.
Dabei verweist sie auf ein Feld, auf dem in Zukunft die Debatte über Rationierung, Preise, Nutzen und Ethik - und damit Umsätze der Pharmaindustrie - entschieden wird: Krebstherapien oder die Behandlung von Patienten mit seltenen Krankheiten. Der einzige Bereich im Arzneimittelmarkt, in denen die Umsätze überdurchschnittlich wachsen.
 
[Pharmaindustrie]
Autor: strappato   2008-07-17   Link   (0 Kommentare)  Ihr Kommentar  



 

Pfizer-Vorständin zahlt 300.000 Dollar Pendlerpauschale

Deutsche Pendler können die finanziellen Bürden der Fahrt zum Arbeitsplatz immerhin noch zum Teil steuerlich geltend machen. In den USA gilt dagegen für normale Angestellte das Werkstorprinzip.

Nicht so für Pfizer-Vorstände. Das wöchentliche Pendeln zwischen ihrem Wohnort in Maryland und den Pfizer-Büros an der East 42nd Street in Manhattan erledigte Pfizer-Personalvorständin Mary McLeod bislang auf Firmenkosten, und zwar bequem mit dem Hubschrauber.

Im Zuge allgemeiner Kostenkürzungen bei Pfizer stand die Firma nun einem Bericht von Pharmalot zufolge vor der Wahl, die Kosten dieses Prozederes offenzulegen oder Frau McLeod persönlich zur Kasse zu bitten.
In the end, several execs were handed bills. McLeod, for instance, was asked to reimburse Pfizer nearly $300,000 for her helicopter commutes, our sources say. A Pfizer spokesman declined to discuss specifics, but did send us this statement: “Across Pfizer, every expense is being reviewed. From the manufacturing floor to the executive suite, we are committed to leveraging every dollar.”

 
[Pharmaindustrie]
Autor: hockeystick   2008-07-17   Link   (1 KommentarIhr Kommentar  



 

Im Nebel der Entwicklung

Mal eine überraschend ehrliche Antwort, auf die Frage nach den Forschungsausgaben für ein neues Medikament. Üblicherweise wird immer von der Pharmaindustrie das Entwicklungskosten-Mantra wiederholt: 800 Millionen Dollar, 900 Millionen Dollar oder auch mal die runde Summe von 1 Milliarde Dollar. Mit denen dann die hohen Medikamentenpreise begründet werden.

Der CEO von Schering-Plough, Fred Hassan, hat dies in einem Interview mit dem Wallstreet Journal um eine Variante bereichert:

What will it take to get new drugs approved?" Mr. Hassan asks. "The point is, we don't know."


Hat tip: Peter Rost.

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hockeystick hat in den Kommentaren bemerkt, dass Hassan wohl die Zulassung meint, nicht die Kosten. War schon spät und die Bemerkung von Peter Rost, dass der Schering-Plough-CEO imposante 30 Millionen Dollar pro Jahr verdient, hat mich auf die Entwicklungskosten gebracht. Trotzdem bleibe ich dabei, die Pharmaindustrie weiss nicht, was die Entwicklung eines Medikaments kostet, und hat nach der Aussage von Hassan in den USA auch keine klare Vorstellung über das Ziel.

Das WSJ Health Blog fragt, wer dafür verantwortlich ist, dass in den USA so wenig neue Medikamente zugelassen werden. Dort auf dem weltweit grössten Arzneimittelmarkt sind einige Präparate, die in Europa zugelassen worden sind, nicht erhältlich, wie beispielsweise die Diätpille Acomplia® von Sanofi-Aventis, die aufgrund von möglichen psychiatrischen sowie weiteren Nebenwirkungen, bis hin zu mit der Einnahme verbundenen Todesfällen, in der EU unter Beobachtung steht.

Also wer: Die Zulassungsbehörde FDA oder die Pharmaindustrie, oder gar jemand anderes? Wenn die FDA, dann müssen wir in Europa diskutieren, wie es mit der Arzneimittelsicherheit steht.
 
[Pharmaindustrie]
Autor: strappato   2008-07-01   Link   (2 KommentareIhr Kommentar  



 

Chef von Novartis Deutschland bemüht sich um Transparenz

Der STERN-Journalist Markus Grill hat mit dem Chef von Novartis Deutschland, Peter Maag, ein Interview über Ethik und Transparenz geführt.

Darin bekennt sich Maag zur Offenheit und will mit einem "Transparenzbeirat" aus "honorigen Ärzte, Verbraucherschützern und Vertretern der Öffentlichkeit" neue Standards bei der Selbstkontrolle der Pharmaindustrie schaffen. Jedoch verweist er beim Thema Zuwendungen an Patientenverbände auf die internationale Liste von Novartis, in der weder die Kriterien für eine Veröffentlichung, noch Zeitraum oder gar die Summen klar sind. Von der Offenlegung von Zuwendungen an Fachverbände und Ärzte mal ganz zu schweigen.

Das Statement dazu ist symptomatisch für die Antworten im Interview, die von Widersprüchen und dem Wunsch nach glatten Formulierungen geprägt sind.
Wir veröffentlichen bereits international, welche Patientenorganisationen wir unterstützen, aber nicht die genaue Höhe der Zuwendungen. Wir wollen den informierten Patienten. Patienten wissen heute schon viel besser über Arzneimittel Bescheid als vor fünf Jahren. Allerdings ist es auch wichtig, dass die Patienten ihr Wissen aus möglichst objektiven Quellen beziehen. Es muss transparent sein, wer der Absender ist und welche Intention er damit verbindet.
Nicht die genaue Höhe? Keine Höhe wäre wohl treffender. Transparent ist das nicht und ohne der Angabe über die Art bzw. den Zweck der Zuwendung wird es für den Patienten auch nicht klar, welche Intention der Absender damit verbindet.

Beim Thema Lucentis bestätigt der deutsche Novartis-Statthalter, dass der Preis eines Produktes wenig von den Entwicklungskosten abhängt, sondern vom Marktumfeld.
Man schaut natürlich, wie wurde diese Behandlung in der Vergangenheit durchgeführt und was sind die therapeutischen Möglichkeiten, die es für diese Krankheit gibt. Dann sehen Sie, dass sich Lucentis preislich durchaus in dem Bereich bewegt, in dem die bisherigen Therapien vergütet wurden.

 
[Pharmaindustrie]
Autor: strappato   2008-06-22   Link   (0 Kommentare)  Ihr Kommentar  



 

Unabsichtlich absichtlich

Clearly, the drug industry doesn’t want to kill people. But at the same time, I’m not sure if it’s always completely unintentional. Yeah, they don’t want to kill people because it’s bad for business, right. But if you look at a number of these cases where people inside the company knew they had problems. If you look at Merck with Vioxx, for example; if you look at Bayer and the lipid-lowering drug they had that caused liver failure, Baycol. Those guys knew that these drugs were causing major problems. And they knew these problems resulted in serious side effects, including death. Yet they kept on selling the drugs. So is that intentional or not?
Peter Rost in einem Interview mit dem Internet-Magazin "Guernica"- Healthscare.
 
[Pharmaindustrie]
Autor: strappato   2008-06-12   Link   (0 Kommentare)  Ihr Kommentar  



 



Stationäre Aufnahme












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