Quecksilber-Sushi

Sushi ist beliebt und wird von den Fans sogar als gesunde Ernährung gepriesen.

Aber wie es aussieht, kann Sushi auch der Gesundheit schaden: Eli Saddler von gotmercury.org, einer Kampagne des Sea Turtle Restoration Projekts, besuchte sechs Top-Sushi-Restaurants in Los Angeles, um die Quecksilberwerte des Fisches zu untersuchen. Die dort gefundene Quecksilberbelastung von Thunfisch war so hoch, dass der Fisch von der Karte gestrichen gehört. Fast doppelt so hoch, wie der von der Food and Drug Administration angegebene Grenzwert für frische und gefrorene Thunfische. It’s like playing Russian roulette with your health whenever you purchase sushi with tuna.

Der Thunfisch von Sushi ist besonders hoch belastet, da dafür die grössten, fettesten Fische verwendet werden, die während ihres Lebens am längsten Quecksilber anreichern konnten.

Wer sich seine Amalgan-Füllungen aus Angst vor einer schleichenden Quecksilber-Vergiftung rausholen lässt, sollte mit den neuen Kronen nicht gerade Sushi essen.
 
[Public Health]
Autor: strappato   2006-03-08   Link   (1 KommentarIhr Kommentar  



 

Wissen über Grippe

Was sie schon immer über Grippe wissen wollten...

... vermittelt eine multimediale Themenreise. Ein Ergebnis des BMBF-Leitprojektes Vernetztes Studium - Chemie.
 
[Public Health]
Autor: strappato   2006-03-08   Link   (0 Kommentare)  Ihr Kommentar  



 

Schmalspur Solidarität

Die Ärzte Zeitung kommentiert die Eckpunkte für eine Gesundheitsreform, die von fünf Ärzte-Verbänden vorgelegt worden sind.

Dabei wird auf den Widerspruch hinwiesen, dass sich Ärzte in der Diskussion immer wieder auf die Seite der Patienten schlagen, aber hier nun hemmungslos ihre eigenen finanziellen Interessen äussern. Das wäre dann die endgültige Ökonomisierung des Arztberufs.

Wer aufmerksam die Diskussion in den letzten Monaten verfolgte, kann darüber nicht verwundert sein. Ein paar Beispiele:

Die Drohung nach England auszuwandern. England hat die höchsten Ärzteeinkommen der Welt, aber eines der lausigsten Gesundheitssysteme. Ein Arzt, dem primär das Patientenwohl am Herzen liegt, wäre dort ziemlich unglücklich angesichts der Ausstattung und der Wartelisten, was mitunter auch zum vorzeitigem Ableben des Patienten führt.

Die Forderung nach 30% Lohnerhöhungen für Krankenhausärzte. Die Höhe und Verteilung der Einnahmen aus der Behandlung von Privatpatienten werden nicht in Frage gestellt. Viele Ärzte wollen auf die lukrativen Bereitschaftsdienste nicht verzichten. Sie sind sich damit mit den Chefärzten bei der Ablehnung von Schichtdienstmodellen einig. Chefärzte sehen in ihnen eine Untergrabung ihrer Autorität, da sie dann nicht mehr morgens die Abeilung vollständig antreten lassen können. Die Folgen sind leider auch, dass teure Grossgeräte in Kliniken nicht ausgelastet werden.

Die Forderung nach festen Preisen und Abschaffung des EBM. Wird auch als Abbau der Bürokratie verkauft. Ohne eine Mengensteuerung, die in diesem Zusammenhang nie erwähnt wird, ist dies ein Freibrief zum Abkassieren. Im übrigen wird das System der Einzelleistungsvergütung natürlich nicht in Frage gestellt, obwohl es andere Vergütungsmodelle gäbe.

Das Festhalten an der KV. Mehr Geld, klar. Aber die Verteilung sollen die Ärzte in der Hand behalten. Die KV ist der Garant für Intransparenz. Fragen nach der Qualität und dem Nutzen der Leistungen, die Versicherte und Krankenkassen für ihr Geld bekommen, prallen regelmässig an den Mauern der KV ab.

Man kann nicht allen Ärzten eigennütziges Verhalten unterstellen. Aber der verständliche Unmut von Ärzten wird von den Funktionären in den Ärzteverbänden in eine Richtung kanalisiert, mit der viele Ärzte und Patienten nicht einverstanden wären.
 
[Ethik & Monetik]
Autor: strappato   2006-03-08   Link   (0 Kommentare)  Ihr Kommentar  



 

Reformkonzepte

Ulla Schmidts Zögern bei der Gesundheitsreform hat Folgen: Die Lobby formiert sich und legt eigene nicht ganz selbstlose Konzepte vor.

Einige Ärzteverbände (Medi, Bundesverband der Ärztegenossenschaften, Freie Ärzteschaft, NAV-Virchow-Bund und Hartmannbund) haben ihr Eckpunktepapier vorgestellt. Ziel der Eckpunkte sei es, die Verantwortlichkeiten zwischen Gesetzgeber, Krankenkassen, Ärzten und Versicherten klarer zu definieren als bisher. Hört sich plausibel an, bedeutet aber nur, dass die Ärzte ohne Rücksicht auf das Gesamtsystem ihre Interessen verfolgen. Um es mal grob zusammenzufassen: Mehr Geld für die Ärzte durch Reduzierung der Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse.

Wenn die Reformdiskussion auf diesem Niveau weiter geht, bewahrheitet sich eine Prognose der Ärzte-Zeitung: Dabei ist zur Zeit weder klar, ob die Ministerin am Tisch sitzt, wenn die Reformentscheidung getroffen wird, noch, ob ihre Pläne dann überhaupt noch eine Rolle spielen.
 
[Reform]
Autor: strappato   2006-03-06   Link   (0 Kommentare)  Ihr Kommentar  



 

Schnelligkeit vs. Sicherheit

Die Reformen machen auch an der Arzneimittelzulassung nicht halt. Die grosse Koalition hat vor, das Zulassungsverfahren zu beschleunigen. CDU und SPD wollen laut Koalitionsvertrag das BfArM in eine "konkurrenzfähige Zulassungsagentur" verwandeln, da das Hauptinteresse des Herstellers ist, möglichst ohne Verzögerungen das Verfahren zu durchlaufen.

Damit wird an einen Gesetzentwurf der rot-grünen Bundesregierung von April 2005 angeknüpft, mit dem die Arzneimittelzulassung in Deutschland auf eine private Grundlage gestellt werden sollte.

Auf dem Deutschen Ärztetag 2005 wurde dies aus guten Gründen abgelehnt: Die Umwandlung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in eine marktpolitisch ausgerichtete Institution, deren primäres Ziel Dienstleistung für die pharmazeutische Industrie sei, diene nicht dem Interesse der Patienten und Ärzte, kritisierten die Delegierten.

Diese Entwicklung ist jedoch in allen europäischen Ländern zu sehen. Die durch die EU-Gesetze erzwungene Zusammenarbeit zwischen nationalen Behörden und EMEA erhöht den Reformdruck in diesem Bereich. Die Steigerung der Schnelligkeit und der Effizienz der Zulassungsverfahren soll der europäischen Arzneimittelindustrie im Wettbewerb gegen ihre nordamerikanische Konkurrenz helfen. Darüber hinaus enscheidet die Wahl des Landes oft auch über Standort der Forschungsabteilungen und die Vergabe von Forschungsmitteln für die notwendigen klinischen Studien.

Welche Folgen dies haben kann, zeigt ein aktuelle Meldung aus den USA: Drug companies not meeting commitments to test safety. Die FDA hat Herstellern eine beschleunigte Zulassung unter der Bedingung gegeben, dass weitere klinische Studien zum Sicherheit des Arzneimittels durchgeführt werden. Those studies haven't begun in two-thirds of cases, the U.S. government reported Friday. Hauptproblem ist, dass die FDA kaum rechtliche Mittel hat, diese Auflagen durchzusetzen. Da scheint man aus dem Fall Vioxx® nichts gelernt zu haben.

Dazu passt eine Meldung von heute: Merck tried to hide Vioxx risk. Merck continued to deny the ill-health effects of Vioxx while at the same time reaping profits obtained through its non-disclosure and concealment.
 
[Arzneimittel]
Autor: strappato   2006-03-05   Link   (3 KommentareIhr Kommentar  



 

Globale Zwei-Klassen-Medizin

Von viralen oder bakteriellen Erregern verursachte Erkrankungen bei Kleinkindern, wie Mittelohrentzündung, Masern oder Durchfallerkrankungen sind in den Industrieländern kein grosses Gesundheitsproblem. In den Entwicklungsländern gehören sie jedoch zu den häufigsten Gründen für den Tod von Kleinkindern.

Neue Impfstoffe sind daher gerade für diese Länder wichtig. Das Ärzteblatt berichtete diese Woche über einen Impfstoff zur Prävention von Mittelohrentzündungen, der von GlaxoSmithKline entwickelt worden ist.

Die gentechnische Vakzine besteht aus 11 unterschiedlichen Stämmen von S. pneumoniae, die mit dem so genannten D-Protein von H. influenzae verbunden sind. Hört sich kompliziert an und ist es auch. Daher werden die Kinder in den Entwicklungsländern kaum von dem neuen Impfstoff - sofern er zugelassen wird - profitieren.

Zum einen weil die vierfache Injektion der Vakzine die Gesundheitssysteme dieser Länder logistisch überfordert - und wahrscheinlich durch den Preis. So ist der kürzlich zugelassene Impfstoff des Herstellers MSD gegen Rota-Viren, ein für Gastroenteritis und Durchfallerkrankungen bei Klinkindrn verantwortlicher Erreger, mit 187,50 Dollar eines der teuersten Vakzine auf dem Markt.
 
[Public Health]
Autor: strappato   2006-03-05   Link   (0 Kommentare)  Ihr Kommentar  



 

Neues im Werkzeugkasten

Jeder Handwerker pflegt sein Werkzeug, da es die Grundlage für sein Auskommen ist. Da ist bei einem Kopfarbeiter nicht anders. Mein Werkzeugkasten hat einen Neuzugang: WikiPad (in der Version 1.6beta4). Eine Mischung aus Wiki und Outliner. Genau richtig um Ideen und kurze Notizen zu ordnen. Die Bedienung ist etwas gewöhnungsbedürftig. Trotzdem genau, was ich lange gesucht habe.

Andere Programme in meinem Werkzeugkasten, die ich täglich benutze und nicht missen will:

MS Project - für das Projektmanagement.

askSam - die Volltextdatenbank, um Memos, minutes und andere Texte projektbezogen zu verwalten. Am Ende des Projektes importiere ich die E-mails, erstelle eine Dateiliste und die askSam-Datenbank dient als Archiv.

MindManager - zum Brainstorming, Ideenfindung, Aufgabenplanung (mit Export in MS Project).

ReferenceManager - der Standard zur Verwaltung wissenschaflicher Literatur, inklusive Import aus Literaturdatenbanken und Erstellung von Literaturanhängen in Reports und Papers.

Was ich noch suche, ist ein Progamm zur Desktop-Suche. Ich habe schon ein paar ausprobiert: copernic desktop search, SER globalBrain, google desktop - aber noch nicht das Richtige gefunden.
 
Autor: strappato   2006-03-05   Link   (2 KommentareIhr Kommentar  



 



Stationäre Aufnahme












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