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Journalistischer Klimmzug Sachsen meldet den ersten Grippe-Todesfall dieser Saison. Einen Absatz weiter wird die Zahl von 10.000 Grippetoten pro Saison verkündet, die das Robert-Koch-Institut durch seine von den Grippe-Impfstoffherstellern finanzierte "Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI)" jedes Jahr verbreiten lässt. _ Kurt Beck hat auch Grippe, sagt er. [Ethik & Monetik]
Jungen an die Impffront HOW cool are those Gardasil Girls? Riding horses, flinging softballs, bashing away on drum sets: on the television commercials, they are pugnacious and utterly winning. They want to be “One Less,” they chant — one less victim of cervical cancer. Get vaccinated with Gardasil, they urge their sisters. Protect yourselves against the human papillomavirus, or H.P.V., which causes cervical cancer.
Die NY Times berichtet über die Bemühungen der Pharmaunternehmen SP MSD (in den USA Merck &Co.) und GlaxoSmithKline (GSK) den Markt für die HPV-Impfung auf Jungen zu erweitern.But someone’s missing from this grrlpower tableau. Ah, that would be Gardasil Boy. [HPV]
Dokumentation: Stellungnahme zur HPV-Impfung Stellungnahme der Bayerischen Gesellschaft fuer Immun-, Tropenmedizin und Impfwesen zur Diskussion um Todesfaelle nach Impfungen: Mit großer Sorge nimmt die Bayerische Gesellschaft fuer Immun,-Tropenmedizin und Impfwesen e.V. die derzeitige Diskussion ueber Todesfaelle nach HPV-Impfungen zur Kenntnis. Unsachgemaeße Diskussionsbeitraege schueren AEngste in der Bevoelkerung und schaden dem Impfgedanken. Sie gefaehrden damit den Gewinn an Gesundheit fuer unsere Patienten, den wir in jahrelangen Anstrengungen zu modernen Impfprogrammen erzielt haben. Um es genau zu definieren: Hier geht es nicht um die Zulassung der HPV-Impfung als Kassenleistung oder generell den Sinn der Impfung. Hier geht es um moegliche Nebenwirkungen von Schutzimpfung und das Vertrauen der Bevoelkerung in Impfungen generell. Besteht hier die Moeglichkeit, dass auf dem Ruecken dieser bedauerlichen Todesfaelle ideologische Impf-oder Pharmagegner sich versuchen zu profilieren? Unzweifelhaft gehoeren saemtliche Vorfaelle in Zusammenhang mit Medikamentengabe oder Impfungen genau analysiert und untersucht. Bevor jedoch hypothetische Ueberlegungen in die OEffentlichkeit getragen werden sollte zumindest ein begruendeter Anhalt fuer Ursachen nachweisbar sein. Fakt ist: 1) Immer wieder sterben auch junge Menschen an ungeklaerten Ursachen. 2) Wenn Impfprogramme erfolgreich sein sollen, muessen viele Menschen geimpft werden. Dies ist bei der HPV-Impfung geschehen. 3) Damit muessen zwangslaeufig einige dieser bedauerlichen Todesfaelle in zeitlichem Zusammenhang mit der Impfung auftreten. Trotzdem sollten wir uns wissenschaftlich und vernuenftig mit derartigen Zwischenfaellen auseinandersetzen. Bevor jedoch ein ursaechlicher Zusammenhang behauptet wird, sollte zumindest ein pathopysiologischer Ansatz einer Erklaerungsmoeglichkeit gefunden werden. Dies ist in vorliegendem Fall in keiner Weise gegeben. Impfungen sind Gaben von Fremdmaterial in unseren Koerper. Gegen dieses Fremdmaterial bildet der Organismus Abwehrkoerper, was ja gewuenscht ist. Dieser Vorgang findet taeglich mehrmals statt. Es ist in unserer Medizin kein Mechanismus bekannt, der ohne entsprechende Symptome, wie z.B. Allergie, durch Impfungen zum Tode fuehren koennte. Bisher hat es derartige Ereignisse nicht gegeben. Impfungen werden in aufwendigen Studien getestet, was maßgeblich zu den hohen Impfstoffkosten beitraegt. Diese Verfahren dienen der Sicherheit der Patienten und sollten nicht ohne Not geaendert werden. Behauptete Entzuendungen des zentralen Nervensystems (*ADEM) als Ursache gehen niemals ohne gravierende vorherige Symptome einher. *ADEM: Die akute disseminierte Enzephalomyelitis tritt einige Wochen nach einem Infekt auf und ist klinisch nicht von einer MS zu unterscheiden. Im Gegensatz zu dieser heilt die ADEM jedoch aus und verlaeuft nur in wenigen Faellen fulminant (toedlich) (Quelle: www.Med-Serv.de ) Wir fordern saemtliche Beteiligten auf, diese Vorfaelle mit den Fachleuten intensiv zu diskutieren, bevor sie an die OEffentlichkeit gehen. Gerne steht die Bayerische Gesellschaft fuer Immun,-Tropenmedizin und Impfwesen e.V. mit dem gesamten Fachbeirat hierzu zur Verfuegung. Fuer den Vorstand der Bayerischen Gesellschaft fuer Immun-, Tropenmedizin und Impfwesen e.V.: Dr. med. Nikolaus Fruehwein, fuer den Berufsverband der Kinder und Jugendaerzte e.V., LV Bayern: Dr. med. Ursel Lindlbauer-Eisenach. Die Stellungnahme zu diesem Thema des Paul-Ehrlich-Institut (Zulassungsbehoerde fuer Sera und Impfstoffe der Bundesrepublik Deutschland) koennen Sie im Internet unter www.pei.de nachlesen. Die Stellungnahme der Europaeischen Zulassungsbehoerde EMEA finden Sie unter www.emea.europa.eu [HPV]
Pfizer will Peer-Review-Verfahren sprengen Das New England Journal of Medicine (NEJM) kämpft mit gerichtlichen Verfügungen, in denen eine Offenlegung des Begutachtungsprozesses gefordert wird. Wie Donald Kennedy im Editorial der aktuellen Ausgabe von "Science" schreibt, hat der Pharmakonzern Pfizer diese Klagen angestrengt, weil sich das Unternehmen entlastende Beweise bei Schadensersatzklagen erhofft. Die Kläger, die sich durch die Behandlung mit den COX-2-Hemmern Bextra® (2005 vom Markt genommenen ) und Celebrex® geschädigt sehen, berufen sich unter anderem auf im NEJM veröffentlichte Studien. Ein Interessanter Fall, in dem Vertrauen gegen Transparenz steht. Beim in der Wissenschaft üblichen Die Kritik an dem anonymen Verfahren ist vielfältig und reicht von der Einladung zum Ideenklau, über dem Trend zu schlechten Gutachten, Revierverhalten durch Wegbeissen, bis hin zu der Länge des Prozesses, der nicht mehr den Anforderungen des schnellen digitalen Kommunikationszeitalters entsprechen würde. Grundsätzlich ist es fraglich, ob in der vernetzten, hoch spezialisierten Forschungswelt echte Anonymität sicher gestellt werden kann. Über neue Methoden und offene Review-Prozesse wird intensiv diskutiert, nicht zuletzt getrieben durch die OpenAccess-Bewegung. Bis dahin bleibt das Peer-Review Verfahren das von der Wissenschaft akzeptierte Modell, um Qualität bei der Publikation zu sichern. Eine gerichtlich verfügte Offenlegung würde die medizinische Forschung hart treffen und eine Vertrauenskrise heraufbeschwören. An diesem Fall sieht man, was von dem Anspruch der Pharmaindustrie zu halten ist, die Wissenschaft zu fördern und Partner bei der Gewinnung neuer Erkenntnisse zu sein. Dass die Kläger in dem Schadensersatzprozess ähnliche Anträge gestellt haben, entbindend Pfizer nicht von seiner Verantwortung gegenüber den Forschern. -- Da der Artikel in Science nicht frei verfügbar ist, hier zwei Blogpostings zu dem Thema: Jacob Goldstein in WSJ Health Blog Peter Rost in Brandweek NRX [Wissenschaft]
HPV-Impfung in der Wirtschaftspresse Bei der Diskussionen um die Sicherheit und Nutzen der HPV-Impfung kommt auch bei Anleger und Investoren Nervosität auf. Gardasil® ist ein wichtiger Umsatzbringer bei Merck & Co. mit 1,4 Milliarden Dollar in 2007 und erwarteten 3,4 Milliarden Einnahmen im Jahr 2013. Die Financial Times präsentiert die Chancen und Risiken und wie Merck & Co. auf die Bedenken bei Ärzten und in der Öffentlichkeit reagiert. [HPV]
Links am Samstag Streit um Berliner Mini-Krankenhaus. Ich bin kein Henker, ich bin Mediziner. Falschabrechnung: Optiker im Fokus der Ermittler. New York: Behörden wollen Altersgrenze für Filme mit Rauchern. Drug Industry Group Spent More Than $22M Lobbying Gov't in '07, a 25 Percent Increase (das sind die Zahlen für den Industrie-Verband PhRMA, nicht die gesamte Pharmaindustrie). Baxter unaware plant not inspected - CEO: Contract wasn't with Chinese facility. [Links]
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