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Weitere mögliche Nebenwirkungen von Champix® Vergangene Woche hatte die US-Arzneimittelbehörde FDA eine erweiterte Warnung vor den Nebenwirkungen der Rauchentwöhnungspille Champix® (in den USA Chantix®) von Pfizer
These data provide a strong signal that the risks' of Chantix have been underestimated, and show that a wide spectrum of serious injuries are being reported in large numbers. Gestern hatte die Flugaufsichtsbehörde FAA erklärt, Champix® von der Liste der beim Steuern eines Flugzeugs unbedenklichen Arzneimittel gestrichen zu haben. Die schlechte Presse bleibt nicht ohne Folgen. Finanzanalysten haben die Umsatzerwartungen für Champix® zurück genommen. Seit den Meldungen über Selbsttötungen unter der Therapie mit dem Entwöhungsmedikament im Januar ist die Anzahl der Verschreibungen in den USA um 33% zurück gegangen. Das wäre ein Desaster, wenn es nicht Europa und andere Märkte gebe. Eine Analystin der Deutschen Bank in Greenwich, Connecticut, prognostizierte, dass Pfizer den Einbruch mit Umsatzsteigerungen ausserhalb der USA wieder wettmachen könne. Dort gäbe es weniger Aufmerksamkeit in den Medien für Nebenwirkungen von Medikamenten. Wenn man die deutschsprachige Zeitungen sieht, die bisher nur -- Auch gestern hat Pfizer seine Internetseite "rauchfrei-durchstarten.de" vorgestellt. Geschickt wird die Nennung von Champix® umgangen und per link auf eine Beurteilung der europäischen Arzneimittelbehörde EMEA verwiesen. Diese stammt von der Zulassung im August 2006. Kein Hinweis auf die von der EMEA im Dezember 2007 verlangte -- Update: Die "Federal Motor Carrier Safety Administration", zuständig für den Güter- und Busverkehr in den USA warnt vor den Folgen der Therapie mit Champix®. GlaxoSmithKline nutzt die Meldungen und schenkt Piloten eine Ration Nikotinersatz-Lutschtabletten. [Champix]
Inside Google Health Noch einmal zu Google Health. Ich habe leider derzeit nicht den Freiraum, mich damit ausreichend zu beschäftigen. Dennoch konnte ich ein paar hoffentlich interessante Punkte zusammen tragen. Für Google ist der Gesundheitssektor von strategischer Bedeutung. Die Probleme mit der Gesundheitsversorgung in den USA sind offenkundig und werden ein Hauptthema des US Präsidentschaftswahlkampfes werden. Wenn man Analysen glaubt, steht das System ohne tiefgreifenden Änderungen in wenigen Jahren vor dem Kollaps. Die Ausgabensteigerungen bei den staatlichen Programme wie Medicare oder Medicaid drohen die Haushalte zu sprengen. Demographie, medizinischer Forschritt und der Anspruch der Bürger sorgen jedoch weltweit für Kosten- und Problemdruck. Bei der angebotenen Lösung konzentriert sich Google nicht auf Google Health alleine. So sollen beispielsweise auch durch die Google Apps Kliniken und Ärzte effizienter arbeiten. Google Health ist keine One-Company-Show. Google hat sich die Unterstützung von Kliniken und Dienstleistern gesichert und wirbt weiter um Partner, beispielsweise auf der Tagung der "Healthcare Information and Management Systems Society" im Februar dieses Jahres. Das ist nötig, da "Online Personal Health Records" (PHRs) keine Google-Erfindung sind. Auf dem Markt, auch in Europa, gibt es eine Reihe von Anbietern, die, wenn es um die medizinische Expertise, den Zugang zu Ärzten und Krankenkassen oder die Einbindung in Krankenhaus- bzw. Praxis-IT-Prozesse geht, sicher einen Vorsprung haben. Zum Erfolg beitragen soll ein Advisory Board, besetzt mit Ärztefunktionären, Lobbyisten und Wissenschaftlern. Einen herausgegriffen: Crippen betont dabei die Rolle der chronischen Erkrankungen für die Gesundheitsausgaben. Ein Feld, bei dem Google Health und die von den Republikanern favorisierte Eigenverantwortung für die Gesundheit Hand in Hand gehen. Bei einem Sieg des republikanischen Präsidentschaftsbewerbers McCain sollte man mit Crippen in irgendeiner Form in Mitverantwortung für die Gesundheitspolitik rechnen. In Googles-Beratergremium mir aus früheren Jahren bekannt war Dean Ornish, ein Präventivmediziner, der mit einer Extrem-Diät vor rund 15 Jahren Aufsehen erregt hat. Rein vegetarisch und möglichst fettfrei. Damit hat er als erster gezeigt, dass Ablagerungen in den Herzkranzgefässen reversibel sein können, aber auch, dass es einen sehr starken Willen braucht, seine Ernährung dauerhaft auf diese etwas fade Kost umzustellen, was auch in den Studien kaum ein Teilnehmer schaffte. Prävention, Eigenverantwortung, Unterstützung durch Internet und PHR - das passt in das Konzept. Die häufigste Kritik an Google Health betrifft Fragen zum Datenschutz. Die sind berechtigt, da Google nicht vom Die wenigen Aspekte verdeutlichen, denke ich, dass die Übertragung von Google Health in andere Länder und Gesundheitssysteme nicht so ohne weiteres möglich ist. Interessant wird sein, wie offensiv Google nun mit dem gestarteten Angebot international Kooperationspartner sucht. [Internet]
Google sammelt digitale Patientendaten Nun ist es öffentlich: Google hat seinen Dienst "Google Health" vorgestellt. Hier die Tour. -- Google ist bei einer Umfrage der Wirtschaftswoche zum beliebtesten Arbeitgeber von Informatikern gekürt worden. Für 24,8% der Studenten ist dies der Jobfavorit. Aber auch 5,6% der BWL-Studenten würden da gerne anheuern. Nach diesem Bericht soll Google so eine Art Familienersatz für Nesthocker sein: Betriebsrente, Aktienpaket, kostenlos Frühstück, Mittagessen und den Snack zwischendurch, Freigetränke, Massagen, Kletterwände und ein wenig Tschaka-Tschaka. Können nun per Zwangakte in Google Health die Mitarbeiter auch die Sorge um ihre Gesundheit an der Eingangtür abgeben? Vielleicht mit einem Mash-Up: Google Health und die Snacks im Kühlschrank. Wer Übergewicht und andere Gesundheitsprobleme hat, für den bleibt die Kühlschranktür zu. [Internet]
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