Neue Erkenntnisse im Fall Trommsdorff

Das Ermittlungsverfahren im Fall des Pharmaunternehmens Trommsdorff, das Ärzte sehr kreativ zur Verschreibung ihrer Produkte motiviert haben soll, weitet sich aus. Stern-Journalist Markus Grill hat neue interessante Fakten zusammengetragen. Unter anderem ist Trommsdorff schon einmal wegen Honorierung von Ärzten mit Sachwerten verurteilt worden.
 
[Pharmamarketing]
Autor: strappato   2008-08-05   Link   (0 Kommentare)  Ihr Kommentar  



 

Witzigkeit kennt keine Grenzen


Humor in der Pharmawerbung - Thema in der neuen Ausgabe des österreichischen Branchenmagazins PHARMAustria.

Was die humorvollen Kreativen in den Agenturen in der Praxis daraus machen und von den TV-Comedy-gestählten Verantwortlichen in den Pharmaunternehmen abgesegnet wird, zeigt eine aktuelle Kampagne von Novartis Austria. Mit einem 8-seitigen Booklet aus der Humorschmiede "PBK Ideenreich" wirbt der Pharmakonzern bei Neurologen für Exelon®, als transdermales Rivastigmin-Pflaster für Alzheimer-Patienten.

 
[Oesterreich]
Autor: strappato   2008-08-05   Link   (1 KommentarIhr Kommentar  



 

Ärzte in Liechtensteiner Steuerhinterzieherdatei

Die Süddeutsche Zeitung meldet: Die Affäre um Schwarzgeldkonten in Liechtenstein bekommt neue Dimensionen: Daten von knapp 2000 deutschen Kunden sind aufgetaucht.
Wie die SZ erfuhr, wohnen viele der Kunden in Süddeutschland und im Rheinland. Zu den Kunden sollen zahlreiche Mediziner gehören, das ist nach Angaben von Insidern daran erkennbar, dass bei den Namen oft "Dr. med." stehe. Auf den Konten sollen sich überwiegend Millionenbeträge befinden, in einigen Fällen sogar in zweistelliger Höhe.

Das bestärkt zumindest ein Vorurteil: Ärzte legen auf das "med." im Doktorgrad grossen Wert.
 
[Aerzte]
Autor: strappato   2008-08-05   Link   (0 Kommentare)  Ihr Kommentar  



 

AIDS-Aktivisten protestieren auf BMS-Symposium


Die Aktivisten der AIDS-Bewegung Act Up haben auf der Welt-AIDS-Konferenz in Mexico City ein Symposium des Pharmaunternehmens Bristol-Myers Squibb (BMS) gestört. Damit wollte Act Up gegen die Einstellung des Vertriebs der Kapseln mit 100 mg Wirkstoff des Medikaments Sustiva® (Efavirenz) protestieren, die in dieser Dosierung bei der Therapie von Kindern mit HIV/AIDS eingesetzt werden.

Ein Sprecher von BMS erklärte gegenüber dem Blog Pharmalot, dass die Entscheidung auf der beschränkter Nachfrage nach 100 mg Kapseln und der zur Verfügung stehenden alternativen Dosierungen basierte.
The 100 mg capsules can be substituted by two 50 mg capsules. This reflects current physician prescribing patterns for SUSTIVA in pediatric patients who require lower strength and/or smaller capsules or other patients who require a dosage adjustment.

 
[Pharmaindustrie]
Autor: strappato   2008-08-04   Link   (0 Kommentare)  Ihr Kommentar  



 

HCP sucht Patienten für Pharma-Lobbyarbeit

Im Oktober will das "Health Consumer Powerhouse" (HCP) wieder die Ergebnisse des "Euro Health Consumer Index" vorstellen. Ein jährliches Ranking der europäischen Gesundheitssysteme, das auf Resonanz in den Medien trifft.

Das Beratungsunternehmen PatientView führt derzeit im Auftrag von HCP die Befragung zum "Euro Health Consumer Index" durch und hat Repräsentanten von deutschen Selbsthilfe- und Patientenverbänden angeschrieben, um für die Teilnahme zu werben. Übrigens mal wieder in englisch, was die Qualität der Ergebnisse sicher nicht fördert und Indiz für die Ernsthaftigkeit des Interesses an den Bewertungen der Patientenvertreter ist.
Request for information to help compile the 2008 Eurohealth Consumer Index

OBJECTIVE:
“To compare the extent to which the national healthcare systems of Europe take the patient and the consumer into consideration”.

Dear health campaigner,

For the fourth year running, Health Consumer Powerhouse (HCP) is asking health campaigners across Europe to help it compile the annual EUROHEALTH CONSUMER INDEX. The Index is designed to measure the user-friendliness of national healthcare systems across Europe.

If you would like to contribute your views on the condition of your country’s healthcare system in 2008, you will find a live link below to the survey’s online questionnaire. This year’s questionnaire is short — only ten questions — and should take no more than about 5 (or, at most, 10) minutes of your time to complete. All responses will be anonymous.

To thank you for contributing your opinions to the Index, and to allow you to read the results, PatientView, the survey manager, will send you the weblink to the EuroHealth Consumer Index upon publication in October 2008.

The survey’s closing date is Wednesday October 1st 2008 (but HCP would welcome your opinions before then, in order to draw up some initial trends).

Should you know anyone else who you think might also wish to offer their opinions to the survey, please feel free to circulate this email to them.

Yours faithfully,
Johan Hjertqvist and Dr Arne Björnberg
Health Consumer Powerhouse
Brussels, Stockholm, and Winnipeg.

You can take part in this survey by pressing your ‘Control’ button and clicking your mouse on …

EuroHealth online questionnaire
[https://www.surveymonkey.com/s.aspx?sm=x....]

If you have any questions about this survey, please contact:
L.... O...., PatientView, Woodhouse Place, Upper Woodhouse, Knighton, Powys, LD7 1NG, Wales
Tel: *************
e-mail: info@patient-view.com
Health Consumer Powerhouse is an initiative launched by Johan Hjertqvist, a Swedish health policy reformist and former head of Timbro Health. The organisation has a number of funding partners, including stakeholders in healthcare, insurance companies, service and treatment providers, and pharmaceutical companies. For more on HCP and the EuroHealth Consumer Index, see www.healthpowerhouse.com.
In dem Fragebogen geht es im Wartezeiten und Zugangshürden, wie z.B. Pflicht zur Überweisung - nicht um die Qualität der Behandlung.

Klingt nach Verbraucherverband. Hinter HCP verbirgt sich jedoch eine EU-Lobbygruppe, Mitglied eines neoliberalen Lobbyisten-Netzwerks, die allesamt marktradikale Positionen vertreten.

Am Ende wird ein Befund vorliegen, der sich nicht von denen des Jahres 2006 und 2007 unterscheidet. Patienten in Deutschland brauchen mehr Informationen über Behandlungen und Arzneimittel. Ganz im Sinn der Pharmaindustrie, die an allen Fronten gegen die Werbebeschränkungen für Medikamente kämpft und im EU-Kommissar Günter Verheugen einen mächtigen Verbündeten gefunden hat.


--
Der Fragebogen:
how user friendly is your countrys healthcare system (pdf, 209 KB)

https://
www.surveymonkey.com/
s.aspx?sm=xg61paxvFwsxH7cipdxafw_3d_3d
 
[PatientView]
Autor: strappato   2008-08-04   Link   (0 Kommentare)  Ihr Kommentar  



 

Prof. und andere Titel

Trägt man nämlich auf einer der Bundestheater-Websites seine Benutzerdaten ein, wird man aufgefordert, seinen Titel anzugeben: Und zwar nicht so, dass man hineinschreibt: Dr. oder Mag., was schon unnötig genug wäre. Nein, man hat die Wahl zwischen 215 Titel-Möglichkeiten
Die österreichische Jourmalistin Doris Knecht hat nachgezählt.

"Mr. Gesundheit" ist nicht auswählbar.
 
[Oesterreich]
Autor: strappato   2008-08-03   Link   (0 Kommentare)  Ihr Kommentar  



 

Rx - komplett



Pharmaceuticals are an ugly business - Thank God the reps are hot.
What's the difference between a pharmaceutical sales rep and a beauty queen? Reps get discounts on their implants.

Summer-Special. Der komplette Pilot der Pharmaberater-Soap Rx. Ein TV-Drama über das Leben der Pharmaceutical Sales Reps Camille, Landon, Zach, Rob und Jennifer.
 
[Rx]
Autor: strappato   2008-08-03   Link   (0 Kommentare)  Ihr Kommentar  



 

Illegale Einwanderer gesundheitlich rechtlos

Der via Youtube weltweit verbreitete qualvolle Tod der einer Patientin im Wartebereich eines New Yorker Krankenhaus hat auch in Deutschland Aufsehen erregt. Ein ähnliches Drama hatte sich im Mai 2007 in Los Angeles abgespielt. Diese Fälle, obgleich medienwirksam, versperren den Blick auf die katastrophale Missstände, wie es Michael Moore in seinem Dokumentarfilm SiCKO zeigte.

Grausamkeiten des US-Gesundheitssystems, mit denen US-Bürger und legale Einwanderer leben müssen. Wie ergeht es da erst illegalen Immigranten, die wie viele Millionen Menschen in Amerika keine Krankenversicherung haben, und darüber hinaus auch nicht vor Willkür und Abschiebung geschützt sind? Deren Zahl wird auf bis zu 20 Millionen geschätzt. Die weitgehend rechtlosen Illegalen erledigen all die schlechtbezahlten Jobs jenseits des gesetzlichen Mindestlohns von 5,15 Dollar pro Stunde, beispielsweise in der Landwirtschaft, für die sich keine US-Arbeiter finden. Ohne die billige Arbeitskraft dieser Menschen würde die Krise der US-Wirtschaft noch drastischere Auswirkungen haben.

Trotzdem wächst der Druck auf auf illegale Einwanderer. Die NY Times bescheibt in einer Artikelserie die Massnahmen der US-Behörden und anderer Stellen, illegale Immigranten ausser Landes zu schaffen.

Die NY Times-Journalistin Deborah Sontag zeigt in der aktuellen Reportage eindrucksvoll, dass selbst private Abschiebungen möglich sind. Ein junger Immigrant aus Guatemala, der in Florida als Gärtner gearbeitet hat, ist von einem Krankenhaus per Ambulanzflug in seine Heimat gebracht worden. Er war bei einem Verkehrsunfall von einem betrunkenen Autofahrer schwer verletzt worden. Keine Rehabilitationsklinik wollte den unversicherten Patienten aufnehmen. Er wurde nach einem vom Krankenhaus erwirkten und später ungültig erklärten Gerichtsbeschluss nach Guatemala verfrachtet, wo der beim Unfall schwer Hirnverletzte ohne ärztliche Hilfe an den Langzeitfolgen leidet. Das guatemalische Aussenministerium weiss von 53 Abschiebungen durch US-Krankenhäusern in den letzten 5 Jahren.

Geschichten aus einem anderen Teil der Welt? Auch in Deutschland leben illegale Einwanderer. Um deren Gesundheitsversorgung ist es nicht besser bestellt. In einem Land, in dem die Verantwortlichen gerne auf das vorbildliche soziale Gesundheitswesen verweisen und bei der Diskussion über mehr Wettbewerb und Privatisierung Vergleiche mit den USA als infam empfinden.
 
[Public Health]
Autor: strappato   2008-08-03   Link   (0 Kommentare)  Ihr Kommentar  



 



Stationäre Aufnahme












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