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Wieviel Vorsicht braucht das Land? Einen kritischen Blick auf den Umgang mit Gebärmutterhalskrebs hat der Deutschlandfunk (DLF) in der Sendung "Wissenschaft im Brennpunkt" geworfen - Wie viel Vorsicht braucht das Land? Startpunkt für die Autorin Eva Schindele ist die Beobachtung, dass die in Deutschland seltene Erkrankung Zervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs) seit der Markteinführung der HPV-Impfung eine enorme öffentliche Aufmerksamkeit erhalten hat. Der Beitrag beschäftigt sich mit der Erkrankung, den Folgen der Impfung und der Vorsorgeuntersuchungen - und den zu einfachen Wahrheiten in den Präventions- und Impfkampagnen. Die Sendung als podcast (mp3). [Hat tip: Plazeboalarm] [HPV]
Ärzte sammeln Patientendaten für Bayer Die Bayer Vital GmbH sammelt eifrig persönliche Daten von Diabetes-Patienten, darunter Name, Anschrift, Typ des Blutzuckermessgeräts, Messfrequenz und Therapie. Hierbei wird sie bereitwillig von der Ärzteschaft unterstützt. Das berichten die Nürnberger Nachrichten: Es beginnt mit einem Arztbesuch des Diabetikers. Dabei wird ihm ein neues Blutzuckermessgerät ausgehändigt. «Den Empfang sollte ich quittieren«, sagt Mohn. Was er nicht weiß: Sein Arzt lässt ihn eine Karte der Bayer Vital GmbH, einer Tochter des Bayer-Konzerns, unterschreiben. Mit der vollen Adresse von Mohn und detaillierten Angaben zu Diagnose und Therapie schickt der Mediziner sie an das Pharma-Unternehmen. Wochen später wundert sich Mohn über einen Brief von Bayer. [...] Bei der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB) stuft man den gesamten Fall als «sehr befremdlich« ein. «So etwas ist mir bisher noch nicht untergekommen«, so der KVB-Datenschutzbeauftragte Sigurd Duschek. Härter formuliert es die Expertin vom Verbraucherschutz: «Das ist der Hammer«, so Julia Nill. «Die Daten von Patienten haben bei Pharmakonzernen nichts verloren«, so die Expertin für Patientenrechte. Der Artikel lässt die spannende Frage offen, ob Ärzte für das Weiterleiten der Karten Geld erhalten haben. Aus gewöhnlich gut informierten Kreisen, die ich hierzu befragt habe verlautet indes, dass die Mediziner über ihren zuständigen Pharmareferenten pro ausgefüllter Karte mit einer Aufwandsentschädigung von 25 Euro rechnen konnten. [Pharmamarketing]
Links am Samstag Vergütung von Medizinern - Reiche Ärzte, arme Ärzte. Magazin: AOK-Vorstände kassieren Extrahonorare. Protest gegen Versorgungszentrum - Ärzte boykottieren Rhön-Kliniken. Rollstühle und Treppenlift vom Discounter. J&J Online: Health on YouTube, ADHD and Contact Lenses on Facebook. [Links]
The V-Squad: Merck & Co. reagiert Es gibt solche Tage, an denen man kein Pressesprecher sein möchte. Die Stellungnahme von Merck & Co. zu den grotesken UPDATE: Merck declined to comment. Immerhin dürften damit auch noch die letzten Zweifel an der Echtheit der Videos ausgeräumt sein. [Pharmamarketing]
Champix®-Marketing (V) Werbung für Champix® (in den USA Chantix®) in Indonesien. Wie in anderen Ländern auch, wird die Raucherentwöhnungspille nicht genannt, sondern auf eine Internetseite und auf den Arzt als Ansprechpartner verwiesen. In Ländern mit Werbebeschränkungen für verschreibungspflichtige Medikamente, ist eine "disease Awarenss-Kampagne" eine häufige Methode, trotzdem das Interesse für ein Medikament oder eine Therapie zu steigern. Aber selbst in den USA, im Land der fast unbeschränkten Pharmawerbung, schwenkt Pfizer von der direkten Werbung für Champix® auf indirekte Rauchstopp-Kampagnen um. Auch während der Olympischen Spiele hat Pfizer einen Spot geschaltet der auf die Internetseite mytimetoquit.com hinwies. Während sonst Werbebeschränkungen den Verzicht auf die Produktnennung nötig machen, wird für Pfizer in den USA das schlechte Image des Medikaments der Grund sein. Champix® ist durch eine aussergewöhnliche Häufung von bekannt gewordenen [Champix]
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