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Links am Samstag Krise? Wo? Osteuropa - Wo Patienten für Pillen viel zahlen. Indian retail drug sales jump 10%. Regierung will Pharmagroßhandel schützen. Krankheitsbekämpfung und Persönlichkeitsformung - Interview mit Charlotte Jurk über Antidepressiva und Neoliberalismus. Medizinsystem. Es ist Wissensmarkt - und keiner geht hin - Gerd Antes, Direktor des Deutschen Cochrane Zentrums, über Deutschlands Rolle bei der Generierung und Anwendung medizinischer Erkenntnisse. Tobacco Company Downplayed Risks in China, Report Says. Echo im Ohr - Ab sofort wird das Gehör aller Neugeborenen getestet. Doch obwohl im Schnitt nur 800 von ihnen beidseitig schlecht hören, schlägt das Screening bei 70.000 Kindern Alarm - und die Schwerhörigen findet man mit der Methode kaum besser als bisher. Reform der Krankenversicherung: Herkulesaufgabe für Barack Obama. Pfizer Looks for a Better Way to Detect Drug Risks - die Lösung: Meldungen über Nebenwirkungen den Ärzten einfacher machen. Wer hätte das gedacht. Top 10 Incredible Self Surgeries - Warnung: Bitte nicht nachmachen. Sachsen und Bayern zwitschern am meisten - wer bei der Überschrift sofort an twitter denkt, dem seien für 2009 mehr Spaziergänge an der frischen Luft empfohlen. [Links]
Abschied vom Pharmakugelschreiber ![]() Eine Institution, die Generationen von Ärzten begleitet hat und immer zu Diensten in der Kitteltasche war, tritt zumindest in den USA seinen letzten Weg an. Pharmakugelschreiber werden ab heute in den Praxen und Krankenhäusern seltener vom Pharmaberatern verteilt werden. Mit ihnen all die anderen Give-Aways und Gimmicks mit Aufdruck von Pharmakonzernen oder Medikamenten, ob Kaffeetassen, T-Shirts oder Schreibtischuhren. Mehr als 40 Pharmaunternehmen haben eine The revised, voluntary Code, which will take effect in January 2009, reaffirms that interactions between pharmaceutical company representatives and healthcare professionals should be focused on informing the healthcare professionals about products, providing scientific and educational information, and supporting medical research and education. Während die Werbemittelindustrie damit rund eine Milliarde Dollar Umsatz jährlich verliert, darf sich die von der Wirtschaftskrise gebeutelte Gastronomie freuen. Weiterhin erlaubt sind die Einladungen von Ärzten zum Esssen oder die beliebte Belieferung ganzer Abteilungen mit Mittagslunch - sofern es mit Information oder Weiterbildung verbunden ist. Der Stopp der Pharmakugelschreiber trifft einge Ärzte hart. Die NY Times lässt in ihrem Artikel Kugelschreibersammler und -liebhaber zu Wort kommen. It seems goofy to us; we like getting our pens,” Dr. Susan B. Hurson, an obstetrician and gynecologist in Washington, said in a telephone interview. Es bewegt sich in den USA etwas im Hinblick auf die Transparenz bei der Zusammenarbeit von Pharmaunternehmen mit Ärzten und anderen Gruppen. Erinnert sei an die freiwillige Veröffentlichung einiger grosser Pharmakonzerne von Zuwendungen an Patientengruppen und Fachverbänden, oder die Ininitativen des US-Senats, alle Zahlungen und Ausgaben die einen bestimmten Betrag übersteigen, öffentlich zu machen. In Europa und besonders Deutschland wird der Pharmakugelschreiber noch lange ein Reservat haben und mit ihm die Autoren von Büchern und Dokumentationen, in denen bekannte unethische und fragwürdige Verhaltensweisen im Gesundheitswesen immer wieder neu zu einem Skandal arrangiert werden. [Pharmakugelschreiber]
Blaue Resteverwertung Jahresende, Klarmachen für das neue Jahr. Beim Aufräumen habe ich noch eine Sammlung von Viagra-Spots gefunden. Bitte keine peinliche Nachfragen, warum die in der Ecke rumlagen. http://www.youtube.com/watch?v=mFGpI8bfep0 http://www.youtube.com/watch?v=rE0up432ohY http://www.youtube.com/watch?v=Xk9JwV8sZTs http://www.youtube.com/watch?v=dFuuHPkORsA http://www.youtube.com/watch?v=WB16_xlA600 http://www.youtube.com/watch?v=zIAPn8HtqJQ http://www.youtube.com/watch?v=_wX-W6IVsxA http://www.youtube.com/watch?v=5b9mlYbrOJM http://www.youtube.com/watch?v=lbrQNgA8k2g [Pharmamarketing]
Dunkle Seite der Macht * Amgen hat sich mit dem US-Staat Wisconsin auf die Zahlung von 1,7 Millionen Dollar geeinigt. Amgen war eines von 36 Pharmaunternehmen, die mit Betrugsabsicht überhöhte Grosshandelspreise genannt haben, die nicht dem eigentlichen Preisniveau entsprochen haben. Dadurch verbesserten sie die Erstattung im Rahmen des staatlichen Medicaid-Programms, die auf den durchschnittlichen Grosshandelspreisen beruht. * Wegen Kartellabsprachen bei Generika muss das grösste indische Pharmaunternehmen Ranbaxy über 1 Million Pfund (umgerechnet 1,1 Millionen Euro) an das staatliche Gesundheitswesen in Schottland zahlen. Ranbaxy war einer von fünf Pharmaherstellern, die die Preise für Warfarin, Ranitidin und Penicillin-Medikamente abgesprochen haben. Die anderen vier Unternehmen hatten der schottischen Regierung schon einen Ausgleich von mehr als 6 Millionen Euro bezahlt. * Vor einigen Monaten war der Konzern aus Indien auch in einen ähnlichen Fall in England involviert. Fünf Pharmahersteller wurden von der englischen Gesundheitsbehörde beschuldigt, zwischen 1996 und 2000 an einem Preiskartell für Antibiotika beteiligt gewesen zu sein. Die Unternehmen zahlten als Ausgleich 34 Millionen Pfund, rund 36 Millionen Euro. * Die aufwändigste über 7 Jahre dauende Untersuchung zu Kartellabsprachen von Pharmaherstellern im englischen staatlichen Gesundheitssystem NHS - "Operation Holbein - wurde Anfang Dezember abgebrochen. Die Ermittler waren von einem Schaden von 120 Million Pfund ausgegangen. Die Ermittlungen wurden jedoch erschwert, da ein Gericht im Frühjahr in einem anderen Fall entschieden hatte, dass derartige Kartellabsprachen bis 2002 kein Vergehen waren. * Nicht aktuell, aber bemerkenswert: Ende 2005 hatte die Polizei in Tschechien im Umfeld des damaligen Gesundheitsministers David Rath Ermittlungen wegen Korruptionsverdachts aufgenommen. Die Herausgeberin der Zeitschrift der Tschechischen Ärztekammer Eva Klimovičová, Raths frühere enge Beraterin, wurde aufgrund von verdeckten Videoaufnahmen, die das Tschechische Fernsehen ausgestrahlt hatte, verdächtigt, vom Pharmakonzern Pfizer umgerechnet 100.000 Euro für Anzeigen in der Zeitschrift verlangt zu haben. Im Gegenzug sollte ein Treffen mit Rath vereinbart werden, der zu dem Zeitpunkt als Präsident der Ärztekammer wichtiges Mitglied der Regierungskommission war, die über Medikamentenlisten für die öffentlichen Krankenkassen entscheiden sollte. Auch Boehringer Ingelheim war in dem Skandal verwickelt. [Dunkle Seite]
Links am Samstag Der Gesundheitsfonds - Das Ende der Billigkassen. Mit Joghurt Millionen scheffeln. AstraZeneca Was Aware of Seroquel Risks in 2000, Records Show. Big Brother würde Mitleid haben - Gesundheitskarte unter Beschuss. Hoffnung in geringer Konzentration - Während sich die Wissenschaft über die Alternativmedizin streitet, ist sie längst zu einem rasant wachsenden Wirtschaftszweig geworden. Economy Be Damned: I’m Getting My Botox. Es gibt viele neue Präparate – und sie sind nicht nachweisbar - Interview mit dem Doping-Experten Horst Pagel. [Links]
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