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![]() Pille und Schluss Raucher haben es schwer. Die schlechten Nachrichten nehmen kein Ende für sie. Seit gestern sind beispielsweise die Speisewagen der ÖBB und der Bahn AG rauchfrei. Was kaum zu glauben ist, wenn man die rollenden Räucherkaten kannte. Fast die Hälfte der Raucher würde gerne aufhören. Ein Riesenmarkt für Produkte und Dienstleistungen zur Raucherentwöhnung. Pfizer mischt auch mit: Unternehmen hat von der Europäischen Kommission die EU-Zulassung für ein neues Mittel zur Raucherentwöhnung erhalten. Übrigens konnte Pfizer in den USA die FDA überzeugen, das Zulassungsverfahren auf 6 Monate zu verkürzen, da es bessere Behandlungsmethoden verspricht. In Studien zeigte sich, dass nach einem Jahr rund 20% der Teilnehmer noch Nichtraucher waren. Das waren zwar doppelt so viele wie in der Placebo-Gruppe, aber diese Erfolgsquoten sind vergleichbar mit oder sogar schlechter als andere Methoden zur Raucherentwöhnung. Und diese sind erprobt und ohne Risiko für Nebenwirkungen. Folgerichtig beurteilen die Autoren des Editorial im JAMA den neuen Wirkstoff als viel versprechend aber nicht als Allheilmittel. Pfizer wird dafür sorgen, dass es als Allheilmittel vermarktet wird. Denn Pfizer hat es nötig. Die Patente von Hauptumsatzbringern wie Zoloft® ($ 3,3 Miliarden) und Norvasc® ($ 4,7 Milliarden) laufen aus. Bextra® musste 2005 vom Markt genommen werden und hat Umsatzerwartungen von $ 1,3 Milliarden zerstört. Und der Nutzen des neu zugelassenen inhalativen Insulins wird nicht nur vom IQWiG kritisch gesehen. Mit der Zulassung steht nun die Frage der Erstattung durch die Krankenkassen an. Bisher sind in Deutschland Medikamente zur Rauchentwöhnung nur im Rahmen von Präventionsmodellen von einzelnen Krankenkassen bezahlt worden. Als wir vor 3 Jahren für einen anderen Auftraggeber die Erstattungssituation analysiert haben, sah es nicht so gut aus. Aber die Tabak-Politik und Problemsicht haben sich sehr verändert. [Arzneimittel]
Hype und Hoffnung In der blogbar wird über die Relevanz von social media, web2.0 und das Glaubensbekenntnis der Gemeinde, das Cluetrain Manifest diskutiert. Der ganze social media hype hat Charme. Man darf aber die Realität nicht vergessen. Wenn ich bei Kollegen das Wort "blog" erwähne, dann ernte ich nur fragende Blicke. Flickr, youtube, communities oder del.icio.us sind 95% der Internernutzer unbekannt - man kommt auch ohne diese Dienste ganz gut durchs Leben. Ich habe mich schon lange mit den Chancen der web2.0 in meinem Berufsumfeld und in der Pharmabranche beschäftigt. Ich sehe aber keinen Erfolg versprechenden Ansatz - sonst wäre ich schon längst blog-Berater oder hätte eine web2.0-Klitsche aufgemacht. Daher teile ich die grundsätzliche Einschätzung von Don in dem Artikel in der blogbar. Die Einschränkungen des Heilmittelwerbegesetz und der selbstauferlegten Verhaltenskodizes mal ausser Acht gelassen: Angenommen ein Pharma-Konzern kommuniziert offen im Internet per blog mit den "Usern". Jeder einzelne Kommentar in der Art: Meine Mutter hat das Medikament x genommen und ist tot umgefallen, wäre der Kommunikations-GAU. Und die Ärzte sind mit "Kommunikation" bis oben abgefüllt. Nur der Pharmaaussendienst schafft es hier und da noch was reinzustopfen. [Internet]
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