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Pharmamanager - blogger - Journalist Nun ist es raus. Peter Rost, der Whistleblower von Pfizer, Ex- Vizepräsident, Buchautor, der in seinem blog jede Woche unethisches Marketing oder illegale Machenschaften der Pharmaindustrie aufdeckt, wird Journalist. Für das Marketing-Magazin "Brandweek" wird Rost das Pharmablog "brandweekNRX" füttern. Nun könnte man meinen, blog ist blog, der Unterschied ist die Kohle, die rüber kommt. Denke ich nicht. Als Mitarbeiter von brandweek hat Rost erweiterte Möglichkeiten, z.B. an Branchen-Meetings und -Konferenzen teilzunehmen, den Pharmaunternehmen "offiziell" auf den Zahn zu fühlen oder die Archive des Verlags zu nutzen. Eine Nachricht, die so manchem Pharmamanager nicht nur in den USA schon jetzt Kopfschmerzen bereiten wird. Grattis. Congratulations from Germany, Peter. [Journalismus]
imedo Partner Noch was bei imedo.de gefunden: Es werden besondere Partner verlinkt, wobei nicht klar wird, worin die Partnerschaft besteht. Mit verlinkt: Eine Vulvakarzinom SHG. Die "Selbsthilfegruppe" besteht wie es aussieht nur aus einem Internet-Forum und dem Team aus "Shenandoah", "Puma", "Tanja", "Morgané", "Nora", "Sternchen43", "Gabriele" und "cherrie1". Klingt nicht sehr vertrauenserweckend. Eine Seite, die sich nach dem HON-Code hat zertifizieren lassen, was bei Foren sowieso fragwürdig ist, da die Qualität von den postings der Nutzer abhängt. Die link policy ist auch seltsam - genau wie die Verlinkung durch imedo.de: Die Verlinkung auf Inhalte von VulvaKarzinom-SHG.de (www.VulvaKarzinom-SHG.de) bzw. der Einbau von Inhalten in Frames ist lediglich Suchmaschinen, Webverzeichnissen und Non-Profit-Seiten (z.B. Selbsthilfegruppen, akademischen Webseiten u.a.) nach schriftlicher Genehmigung durch VulvaKarzinom-SHG.de erlaubt (info@VulvaKarzinom-SHG.de). Dabei muss bereits auf der Seite mit dem Hyperlink erkenntlich sein, dass auf VulvaKarzinom-SHG.de verlinkt wird, z.B. mit dem Hinweis www.VulvaKarzinom-SHG.de. ... lediglich Suchmaschinen, Webverzeichnissen und Non-Profit-Seiten. So Non-Profit wie imedo? [Internet]
Zu Nebenwirkungen fragen Sie den Bürgermeister In der Stadt Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Werbebroschüre und fragen Sie Ihren Bürgermeister. Auch mal eine Idee für die klammen Kassen deutscher Kommunen. Verschreibungspflichtig geht ja nicht, aber gerade bei Prostatabeschwerden gibt es eine Menge OTC-Präparate. [Ausland]
Gesundheitsportale Die Ärzte-Zeitung rät Ärzten, die sich in "Gesundheits-Communities" schlecht bewertet fühlen, Kontakt mit dem Anbieter aufzunehmen. Dazu müsste der betreffende Arzt erstmal über diese Bewertung erfahren. Gehört nun zu den Pflichten des niedergelassenen Arztes, Mitglied in diesen Communities zu sein und regelmässig seine mögliche Bewertungen zu recherchieren? Dann kommt sicher schnell auch die Idee auf, gute Bewertungen selber zu veranlassen. Was mich immer wieder erstaunt, ist die Unbekümmertheit der Gründer dieser Portale. Beispiel imedo.de: Zum Thema IGeL. Hier sollte man nochmal über eine Aufnahme in den Leistungskatalog der Krankenkassen intensiv diskutieren. Wer schreibt den Brief an den “gemeinsamen Bundesausschuss vereinte Selbstverwaltung der Ärzte und Krankenkassen”?
Das Gremium heisst "Gemeinsamer Bundesauschuss". Früher war es der "Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen". Aber das ist Kleinkram. Einen Brief an den Bundesausschuss. Goldig. Das würde mein Sohn (Grundschüler) auch raten.[Internet]
Reform-Manifesto Bevor Jim Edwards, Wirtschaftsjournalist bei Brandweek, ein Fellowship an der Columbia Universität antreten wird, hat er sich in seinem letzten posting im blog BrandweekNRX Gedanken über das Pharmamarketing gemacht und eine Liste mit 10 Punkten veröffentlicht. 10 Reforms That Drug Advertising Needs Right Now
Die Reformpunkte beziehen sich auf den US-Markt, einige Dinge treffen auf Deutschland und Europa nicht zu, jedoch sollte man im Hinterkopf haben, dass die Pharmaindustrie gegen unsere Werbeeinschränkungen zu Felde zieht und amerikanische Verhältnisse sich wünscht - im Namen der Patientenautonomie. Die meisten angesprochenen Reformvorschläge würden auch hierzulande dringend nötig sein. Sie betreffen die Datensammlung auf dessen Basis der Pharmaaussendienst erfolgsabhängig honoriert wird, Transparenz bei den Leistungen der Pharmaunternehmen an Ärzte - für Vorträge oder gesponserte Fortbildungen, Transparenz bei den Spenden an Verbände und Selbsthilfegruppen, direkte Vergleichsstudien (head-to-head trials) statt Placebo-Vergleiche, Veröffentlichung der Marketingaufwendungen, bessere Kommunikation. Ich denke, dass relevante Dinge angesprochen werden, die mit für das schlechte Image der Pharmaindustrie bei Politik, Ärzten und Patienten verantwortlich sind. Nur glaube ich nicht, dass sich was ändern wird. -- In amerikanischen Pharmablogs wird spekuliert, dass der Nachfolger von Jim Edwards bei brandweekNRX kein Geringerer als Peter Rost sein wird. Peter Rost hatte in seinem blog schon vorangegangene Woche über einen Job als Journalist bei einen "real magazine" berichtet. [Pharmamarketing]
Desafinado Gal Costa. Heute wieder ein Klassiker. Das Wetter: 16°, Regen, Wind. In 4 Wochen ist meteorologischer Herbstanfang. [heile Welt]
Product Placement In den USA wird nicht nur für verschreibungspflichtige Medikamente geworben, auch das Product Placement in TV-Sendungen ist beliebt. Im letzten Jahr zählte Nielsen 462 Erwähnungen, mehr als doppelt soviele, wie 2004. [Pharmamarketing]
Big Bucks, Big Pharma (Upadate) "Big Bucks, Big Pharma - Marketing disease and pushing drugs", die Dokumentation über das Pharmamarketing in den USA ist in voller Länge bei googlevideo zu sehen. Featuring interviews with Dr. Marcia Angell (Dept. of Social Medicine, Harvard Medical School; Former Editor New England Journal of Medicine), Dr. Bob Goodman (Columbia University Medical Center; Founder, No Free Lunch), Gene Carbona (Former Pharmaceutical Industry Insider and Current Executive Director of Sales, The Medical Letter), Katharine Greider (Journalist; Author, The Big Fix: How the Pharmaceutical Industry Rips Off American Consumers,), Dr. Elizabeth Preston (Dept. of Communication, Westfield State College), and Dr. Larry Sasich (Public Citizen Health Research Group) -- Update Das "Prescription Access Litigation (PAL) Project" hat die DTC (Direct-to-Consumer) Werbeausgaben veröffentlicht. In den USA gaben die Pharmakonzerne im Jahr 2006 $ 4,8 Milliarden für TV-Spots, Anzeigen, usw.) aus. Alleine für die 3 umsatzstärksten verschreibungspflichtigen Medikamente (Lipitor, Nexium, Advair) wurden $ 460 Millionen in die DTC-Werbung gesteckt. [Pharmamarketing]
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