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Klientelpolitik für den Pharmagrosshandel Der Pharmagrosshandel in Deutschland sieht seine Felle wegschmimmen. Immer öfter beliefern Pharmaunternehmen die Apotheken direkt. Das betrifft insbesondere hochpreisige patentgeschützte Präparate und nimmt schon einen Anteil von 17% der an Apotheken abgegebenen Arzneimittel ein. Der Markt ist hart, seitdem mit dem "Gesetz zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit in der Arzneimittelversorgung" (AVWG) Rabatte nur noch Rahmen der Großhandelsspanne gewährt werden dürfen. Im Mai 2007 hatte der Bundesverband pharmazeutischer Grosshändler (Phagro) gefordert, das Prinzip der Vollversorgung durch einen herstellerneutralen Pharma-Großhandel als einzige Form des Medikamentenvertriebs in das Arzneimittelgesetz aufzunehmen. Nur so könne die Patientenversorgung durch die Apotheken weiter aufrechterhalten werden. Ein Vorschlag, der vor den Wettbewerbshütern der EU sicher keinen Bestand gehabt hätte. Nun hat Bundeswirtschaftsminister Glos Erbarmen gezeigt. In einem Schreiben an die Pharmainsdustrie hat er, laut dem Handelblatt, angeregt, die bisherigen prozentualen Handelsspannen durch einen Festzuschlag von 93 Cent pro Packung und einen prozentualen Zuschlag auf den Abgabepreis von bis zu 3% zu ersetzen. Klarer Fall von Klientelpolitik, der für viel Aufregung gesorgt hat. Prompt versuchte das Bundeswirtschaftsministerium diesen Anschein zu zerstreuen. Das von der Zeitung zitierte Schreiben sei lediglich die Aufforderung von Fachbeamten, zu den Änderungsvorschlägen des Phagro an der Arzneimittelpreisverordnung Stellung zu nehmen. Dem Pharmagrosshandel wird geholfen werden. Irgendwo müssen ja die Gewinne herkommen, um nach der erwarteten Liberalisierung des Apothekenmarktes in den Endkundenvertrieb einzusteigen. [Apotheken]
Placebos als Verhütungsmittel Der Oberste Gerichtshof Brasiliens hat in einem Urteil bestätigt, dass ein Tochterunternehmen des Pharmakonzerns Bayer Schering zum Schadenersatz verpflichtet ist. Das Unternehmen hatte im Jahre 1998 versehentlich Anti-Baby-Pillen auf den Markt gebracht, die anstelle von Hormonen nur Mehl enthielten. Zahlreiche Frauen wurden daraufhin ungewollt schwanger. [Arzneimittel]
Transparenz der Spender im US-Wahlkampf Wer spendet im US-Wahlkampf für wen? Dies beantwortet FundRace 2008, ein Service des Blogs "Huffington Post". Der interessierte Wähler kann nach Spendern und Unternehmen suchen - und überprüfen, ob bei bekannten Personen, deren Aussagen in der Öffentlichkeit mit einer Spende an die richtige Seite unterstützt werden. Durch google Maps-API auch in der eigenen Nachbarschaft. Transparenz bei der Wahlkampffinanzierung auf amerikanisch. Sowas für den nächsten Bundestagswahlkampf... [Politik]
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