|
Vorzeitiges Ableben durch off-label Verschreibung Zyprexa und andere Antipsychotika werden off-label Alzheimer-Patienten in Pflegeheimen Eine Studie fand nun, dass so behandelte (eher wohl ruhig gestellte) Patienten im Mittel 6 Monate früher versterben. Ausserdem zeigten die Patienten eine signifikante Verchlechterung der kognitiven und verbalen Funktionen. [Zyprexa]
Totales Desaster für Pfizers Torcetrapib Vom potentiellen Blockbuster zum Rohrkrepierer. Pfizers bahnbrechender Wirkstoff Torcetrapib. Hockeystick zeigt bei boocompany, wie bei Studien die Wahl der primäres Ziels (hier die Erhöhung des guten Cholesterins) über den Erfolg entscheidet. Wenn nicht die zusätzlichen Todesfälle zu einem Abbruch der Studien geführt hätten, wäre der Wirkstoff gefeiert worden, obwohl es für die Patienten keine klinische Relevanz gehabt hätte, da die koronare Plaque werder reduziert noch im Wachstum verlangsamt werden konnte. Der wissenschaftliche Artikel dazu: Nissen SE, Tardif J-C, Nicholls SJ, Revkin JH, Shear CL, Duggan WT, Ruzyllo W, Bachinsky WB, Lasala GP, Tuzcu EM. Effect of Torcetrapib on the Progression of Coronary Atherosclerosis. NEJM 2007;356:1304-1316. [Klinische Studien]
Urlaub mit dem grossen A Bei der Wahl des Urlaubsorts, fragen Sie ihren Apotheker, der hat was dafür. Reisen aus der Apotheke. [Apotheken]
Moderne Medizin-Werbung Beim Wettbewerb um die Marketing-Budgets der Pharmaindustrie in Österreich wollen andere Zeitungen der In jeder Ausgabe wir ein Thema behandelt. Schon bei der Durchsicht fällt sofort in Auge: ![]() Advertorial. Anzeigen, die im redaktionellen Stil veröffentlicht werden. Aber auch andere Beiträge scheinen nicht den Anspruch Höchste Seriosität zu entsprechen. ![]() Hinter "meine medizin" steht der "Verlag für Moderne Medizin GesmbH". Die Anschrift in der Wiener Neustadt teilt sich der Verlag mit der Public Health PR-Projektgesellschaft mbH, die in der Pressemitteilung zum Start des Magazins als Ansprechpartner genannt wird. "Public Health" gehört zum Netzwerk der PR-Agentur pbk Ideenreich. Hier im blog In der Geschäftsführung des Verlags für Moderne Medizin trifft man auf eine ehemalige pbk-Mitarbeiterin: hier (letzte Meldung). Man kommt auf den Gedanken, dass hier die österreichischen Gesetze zur Pharmawerbung umgangen werden. Der Eindruck verstärkt sich noch, wenn man die Preisliste sieht. ![]() Mit PR-Beiträge - (1/1 Seite 9900 Euro) sind wohl die "Advertorials" gemeint. Seriös deklarierte Expertenempfehlungen offenbaren ihren Hintergrund als gekaufte Meinungen: Beiträge im ethischen Bereich durch Experten (Ärzte) in Form von Interview, Nennung Präparat - (1/1 Seite 7500 Euro) Wie war das noch im österreichischen Arzneimittelgesetz?
§ 52 (1) Laienwerbung muss so gestaltet sein, dass der Werbecharakter deutlich zum Ausdruck kommt und das Produkt eindeutig als Arzneimittel dargestellt wird. Werbung und redaktionelle Beiträge sind deutlich zu trennen. (2) Laienwerbung hat, sofern in Abs. 4 nichts anderes bestimmt ist, zumindest folgende Angaben zu enthalten: 1. den Namen der Arzneispezialität und die wissenschaftlich übliche Bezeichnung des Wirkstoffes, sofern das Arzneimittel nur einen Wirkstoff enthält, 2. die für die sinnvolle Anwendung der Arzneispezialität unerlässlichen Informationen und 3. einen deutlich wahrnehmbaren Hinweis darauf, dass Arzneimittel neben Wirkungen auch unerwünschte Wirkungen hervorrufen können und daher die Gebrauchsinformation genau zu beachten oder der Rat eines Arztes oder Apothekers einzuholen ist. Erfolgt die Werbung über akustische oder audiovisuelle Medien, so muss dieser Hinweis akustisch deutlich wahrnehmbar sein. § 53 (1) Laienwerbung darf keine Elemente enthalten, die 1. bildliche Darstellungen im Zusammenhang mit Angehörigen der Heilberufe oder Einrichtungen des Gesundheitswesens aufweisen, 7. sich auf eine Empfehlung von Wissenschaftlern, im Gesundheitswesen tätigen Personen oder Personen beziehen, die auf Grund ihrer Bekanntheit zum Arzneimittelverbrauch anregen könnten -- Übrigens sorgt sich Presse-Redakteurin Claudia Richter, die das Magazin "meine medizin" als Chefredakteurin verantwortet, in einem Kommentar um die Patienten, denen mit mehr Respekt begegnet werden sollte. Den Umgang mit den Lesern halte ich in dem "Patientenmagazin" für alles andere als respektvoll. [Oesterreich]
48.000, 49.000, 50.000 und raus Medizinische Experten, die mehr als $ 50.000 von einem Unternehmen oder deren Konkurrenten erhalten haben, sollen künftig nicht mehr als Gutachter in Beratergremien der US-amerikanischen Zulassungsbehörde FDA teilnehmen, wenn es um Produkte der betreffenden Firmen geht. Artikel im Ärzteblatt. Meiner Ansicht nach löst es das Grundproblem nicht: Den umfassenden Einflusss der Pharmaindustrie auf den Medizinbetrieb. Es ist schwierig, unabhängige qualifizierte Experten in ausreichender Zahl zu finden. Das deutsche IQWiG merkt dies auch. [Pharmaindustrie]
|
br> |
|
Letzte Beiträge und Kommentare / Frohe Weihnachten
(strappato) / OH!!!
(kelef) / Frohe Weihnachten
(strappato) / Subjektive Wahrnehmung
(casadelmar) / Sehr interessante Sichtweise,...
(akademischer ghostwriter)
Zum Kommentieren bitte einloggen. |