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![]() PBK Ideenreich ist nicht durchgefallen Ich weiss, dass aus Österreich einige Pharmamarketeers das blog misstrauisch verfolgen. Daher endlich einmal "Gratulation". Die Wiener Agentur PBK Ideenreich - mit deutschem Ableger - hat mit der Bioflorin® Kampagne hat nicht nur das Goldene Skalpell im Heimatland gewonnen, sondern auch den deutschen Comprix. Balsam für die österreichische Pharmawerber-Seele, die immer ein wenig wehmütig auf den drittgrössten Pharmamarkt der Welt schielt. Angesichts des Produktes würde man sagen: Nicht durchgefallen. Wirkung erreicht. -- Eine Frage bleibt: Nun auf dem Leiberl nicht nur "Wir sind gold", sondern "Wir sind schwarz-rot-gold"? [Oesterreich]
Klarheit und Leuchtkraft mit Ratiopharm Der Spiegel hat sich angesehen, wie Philipp Daniel Merckle sein Unternehmen Ratiopharm nach den Bestechungsskandalen wieder auf den rechten Weg bringen will. ![]() Damit der Kunde die gute Tat von Ratiopharm auch wahrnimmt, bietet der Konzern den Apothekern einen besonderen Service: Sie erhalten vom Konzern eine Plastikweltkugel zum Aufstellen, mit dem Logo der Stiftung. Für jede Ratiopharm-Packung, die der Kunde kauft, bekommt er vom Apotheker einen Jeton, den er symbolisch in die Weltkugel werfen darf. "Die Kugel erhalten Sie entweder selbststehend oder mit einer für den Verkaufsraum geeigneten Säule zur freien Platzierung", heißt es dazu in der Broschüre. Und: "Ihr Ratiopharm Aussendienst hilft Ihnen gerne weiter."
Der Spiegel nennt dies eine sonderbare Mischung aus Esoterik, Weltverbesserungswillen und Waldorf-Rhetorik.... Als Arzt kann man sich einen "Blauen Stein" kaufen und auf den Schreibtisch stellen. Er wurde von einer schweizerischen Künstlerin entworfen, kostet 1000 Euro und bringt "Klarheit und Leuchtkraft". "Mit diesem Stein auf Ihrem Praxis-Schreibtisch dokumentieren Sie die besondere Haltung, die Sie und Ihre Mitarbeiter auszeichnet", lockt der Prospekt. Mindestens drei Viertel des Kaufpreises der Produkte gehen natürlich an "World in Balance". [Pharmamarketing]
Tomograph 2 Die zweite Ausgabe des pointierten österreichischen Pharmamarketing-Videomagazins Der Tomograph ist online. Mein Lieblingssatz: Alles relativ, ich komme aus dem Fach Journalismus. [Oesterreich]
Medienrat steht auf der langen Leitung Der Medienrat Berlin-Brandenburg hat einen Beitrag über die High-Tech-Proteine der Musenhof-Klinik in der Sendung „Gesund und schön“ bei n-tv vom 2. September 2006 wegen Verstosses gegen das Schleichwerbeverbot beanstandet. (Mitschnitt auf der oben verlinkten Seite). Man könnte annehmen, die Medienaufsicht funktioniert. Dann aber bitte nicht diese Seite anklicken. Dort erfährt man, dass die NDR-Sendung "Zapp" schon am 7.12.2005 über die engen Beziehungen der Musenhof-Klinik zu n-tv berichtet hatte. Aber nicht nur in redaktionellen Beiträgen durfte sich die Klinik präsentieren. Selbstverständlich steht der Experte der Musenhof-Klinik auch in Chats zur Verfügung. Wobei die ARD nicht viel besser war. Auch hier die umtriebige Klinik am 11.9.2004. Übrigens. In der vom Medienrat beanstandeten Sendung geht es um Proteindrinks. 6 Dosen à 375 g für 324 Euro. Im gut sortierten Sportlerbedarf bekommt man das Kilogramm Proteinpulver für unter 25 Euro. So urteilen die Profis einer Fitness und Bodybuilding Community über den n-tv-Beitrag. [Medien]
Produkt-PR im Pharmabereich Interessante E-Mail aus Österreich: Subject EINLADUNG: Was kann und darf Produkt PR im Pharmabereich? Einladung: „Was kann und darf Produkt PR im Pharmabereich?“ Sehr geehrter der Umgang mit Medien wird von vielen Pharmaexperten noch immer sehr ambivalent gesehen, dabei sind die österreichischen Gesundheitsjournalisten offen und bereit über die Leistungen und Fortschritte der Pharmaindustrie zu berichten. Professionelle Öffentlichkeitsarbeit bietet mit ihren Methoden einen optimalen Weg, um Patienten zu informieren, ohne werblich aktiv zu werden. Mit unserem Public Health Ansatz haben wir die Massnahmenvielfalt der PR in ein pharmaspezifisches Setting gebracht, das allen rechtlichen und ethischen sowie allen wissenschaftlichen und psychosozialen Anforderungen an Pharmaproduktkommunikation entspricht. Wir laden Sie ein diesen Ansatz bei einem Vormittagsworkshop zum Thema „Was kann und darf ProduktPR im Pharmabereich“ am Freitag den 29. Juni 2007 (9 bis 13 Uhr) kennen zu lernen. Anmeldungen bitte mit dem beiliegenden Antwortfax. Kosten pro Person: 200 Euro. Gerne bieten wir Ihnen und Ihrem Produktteam auch einen speziellen halbtägigen Workshop zu diesem und weiteren Themen der Öffentlichkeitsarbeit an – das individuelle Produkt-PR-Coaching. Besuchen Sie auch unsere Website Beste Grüsse Die österreichischen Gesundheitsjournalisten sind "offen und bereit", alles klar. Jetzt fehlen nur noch die Unternehmen, die auch bereit sind - zu zahlen. Den Patienten über Medikamente zu informieren, ohne werblich aktiv zu werden, gleicht der unbefleckten Empfängnis. Das Arzneimittelgesetz in Österreich stellt klar fest: V. ABSCHNITT Werbebeschränkungen Allgemeine Bestimmungen § 50. (1) Als „Werbung für Arzneimittel” gelten alle Massnahmen zur Information, zur Marktuntersuchung und Marktbearbeitung und zur Schaffung von Anreizen mit dem Ziel, die Verschreibung, die Abgabe, den Verkauf oder den Verbrauch von Arzneimitteln zu fördern. Sie umfasst insbesondere: 1. die Arzneimittelwerbung, die für Verbraucher bestimmt ist (Laienwerbung), 2. die Arzneimittelwerbung für Personen, die zur Verschreibung oder zur Abgabe von Arzneimitteln befugt sind (Fachwerbung), ... Eine Ausnahme gibt es nur für journalistische Texte. (2) Dieser Abschnitt betrifft nicht ... 3. Informationen über die Gesundheit oder Krankheiten von Mensch und Tier, sofern darin nicht, auch nicht in indirekter Weise, auf ein Arzneimittel Bezug genommen wird. Wenn wir zum Subject der E-Mail zurückkommen: Produkt-PR, ohne dass, auch nicht in indirekter Weise, auf ein Arzneimittel Bezug genommen wird? Wie diese professionelle Öffentlichkeitsarbeit aussieht, kann man an den Beispielen sehen: ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() [Oesterreich]
Prohibition Deutschland auf dem Weg in die abstinente Republik. Selten waren Empfehlungen weiter von die Realität entfernt: Höchstens ein halber Liter Bier oder ein viertel Liter Wein pro Tag – wer mehr trinkt riskiert seine Gesundheit. Und zwei Tage die Woche ohne Alkohol. Die sozialen Auswirkungen des Alkohols sind ein Ergebnis der Gesellschaft und ihren Normen. Nach denen jeder Trinken darf, aber ein sozial erwünschtes Verhalten an den Tag legen muss. Als Kompensation für Konflikte, Stress und Überforderung ist Alkohol auch weithin akzeptiert - die Prosecco-Lüge. Im Gegensatz zu früheren Kampagnen, bei denen eher die Abhängigkeit und die sozialen Folgen im Vordergrund standen, wird ganz gezielt der gesundheitliche Aspekt herausgehoben. Was in eine gesellschaftliche Diskussion passt, die den "Healthismus" pflegt und Bürgern mit ungesunden Lebenswandel Strafbeiträge bei der Krankenversicherung und Ausschluss aus der Solidargemeinschaft androht. I don't smoke nor drink. I don't stay ou late and I don't sleep with girls. My diet is healthy and I take regular exercise. All this is going to change whin I get out of prison. [Public Health]
Pharmaaussendienst vor schlechten Zeiten Schlechte Zeiten für Pharmaberater. Die Unternehmensberater von Booz Allen Hamilton haben festgestellt, was auch ![]() "Bislang richten Pharmaunternehmen ihren Vertrieb primär auf die Betreuung von Ärzten aus. Doch künftig treten durch den veränderten regulatorischen Rahmen im Gesundheitsmarkt völlig neue Ansprechpartner in den Vordergrund. Sie entscheiden über einen erfolgreichen Vertrieb“, so Rolf Fricker, Pharmaexperte bei Booz Allen Hamilton. Was die Unternehmensberater zu dem Schluss verleitet, angesichts dieser Herausfordeurngen müssten die Vertriebsausgaben bei den Pharmaunternehmen steigen, bleibt schleierhaft. Da regiert mal wieder das Prinzip "viel hilft viel". Typisch in der Pharmabranche. [Pharmaaussendienst]
Michael Moore bei Oprah Winfrey Part I Part II Micheal Moore erzählt, dass eine Pharmaunternehmen eine interne Hotline eingerichtet hatte, falls der Filmemacher irgendwo im Unternehmen auftaucht. [SiCKO]
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