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Lifestyle vs. Sicherheit Nachdem deutsche und österreichische Zeitungen und Frauenmagazine den Leserinnen ausschliesslich redaktionell verbrämte Marketing-Aussagen zu Bayers "natürlicher" Antibabypille Qlaira® präsentiert hatten, hätte man fast annehmen können, Bayer und die beauftragen Werbeagenturen haben die Medien im Griff. Ein Lichtblick ist der Artikel des Tagesanzeigers aus Zürich: Pille 'natürlich', Risiko unbekannt. Die Pharmaindustrie preist die «Natürlichkeit» einer neue Antibabypille. Risiken, die der neuartige Stoff birgt, sind ihr im Detail «nicht bekannt». Jungen Frauen verkauft sie das Produkt mit Lifestyle-Argumenten. Der Autor Thomas Knellwolf bringt die Fakten auf den Punkt. [Klaera]
Zur Venus mit Qlaira Nachdem das österreichische Frauenmagazin "Wienerin" im Juli der Antibaby-Pille Cerazette® von essex Pharma grosszügig redaktionellen Raum ![]() Die Ärztin ist bekennende Befürworterin der Hormonersatztherapie, ungeachtet, dass seit Monaten Wyeth und Pfizer wegen verschwiegenden Risiken ihrer Hormonpräparate in der Kritik stehen. Gerade in dieser Woche wurde Pfizer vor einem US-Gericht zu 6,3 Millionen Dollar Schadensersatz verurteilt worden ist, da die von Wyeth sowie Pharmacia & Upjohn hergestellten Menopausen-Mittel Premarin, Provera und Prempro bei der Klägerin Brustkrebs verursacht hätten. Weitere 1500 Klagen sind noch anhängig. Wo Hormone und Wellness im Spiel sind, ist die neue Pille von Bayer mit der "Wirkung des natürlichen Östrogens" nicht weit. ![]() In dem Artikel darf die Grazer Frauenärztin Monika Schaffer darauf hinweisen, dass Qlaira® den Frauen ihr monatliches Stimmungshoch zurückgeben könnte. Sie berichtet von individuellen Erfahrungen aus ihrer Praxis. Die Grazerin kennen die Leser des Blogs schon als Expertin in redaktionellen Schleichwerbeartikeln aus ![]() ![]() ... Studien, die diese Aussagen verifizieren könnten, noch im Gange sind. Trotzdem bleibt der Artikel eine redaktionell verbrämte Werbeanzeige und damit eigentlich, wie die anderen redaktionellen Beiträge rund um die Pille von Bayer ein Fall für den österreichischen Werberat. [Klaera]
Qlappe zu Bayer hat sich die Kritik an der illegalen Internet-Werbung für die Antibaby-Pille Qlaira® zu Herzen genommen. Oder ist doch ein Mitbewerber aktiv geworden? Beim Aufruf der im ![]() Die Webseite wird momentan überarbeitet. Wir danken für Ihr Verständnis. ![]() Qlasse: Abgeschaltet. In Österreich hatte Bayer auf traditionelle und massive Print-Kampagnen gesetzt. Vorteil: Da kann man keinen Stecker ziehen. -- Mehr zu der Internetkampagne: ![]() ![]() -- Update 16.10.2009 Ist wieder da. Wenn es Veränderungen gab, dann nur marginal. Die Kritik an der Kampagne ist weiter aktuell. Update 1.1.2009 Die Formulierung "Pille mit dem natürlichen Östrogen" ist nicht mehr zu finden. Stattdessen wird das Präparat als "Mikropille mit Wirkung des natürlichen Östrogens" beschrieben. [Klaera]
Stern kritisiert Pharmawerbung Fast ein halbes Jahr nach Einführung von Bayers Anti-Baby-Pille Qlaira® (gesprochen "Klära"), die von einer vorher nicht gekannten Marketingkampagne begleitet worden ist, hat es die Journailie gemerkt: Wie Frauen mit 'Natürlichkeit' gelockt werden titelt der Stern. Hier im Blog hatte das Thema seine Premiere mit einem ![]() Was in dem Artikel nicht erwähnt wird: Der Verlag G+J, der den Stern herausgibt, verlegt in Österreich die Frauenzeitschrift "Woman", das Nachrichtenmagazin "News", und "News Leben". Dort haben sich die G+J-Medien mit Freude und ohne Scham an der ![]() ![]() Kritisiert der Artikel lediglich das Qlaira-Marketing im ![]() Derweil erscheint die nächste Marketing-Welle für die Pille am Horizont: Bayer will Qlaira® für die Therapie von "übermässig starken Regelblutungen" in Europa zulassen. Das könnte viele Zeilen Text in den Frauenzeitschriften bedeuten, um die Leserinnen über das Krankheitsbild "starke Regelblutungen" und die neue Therapiemöglichkeit aufzuklären. -- Update 13:07 Uhr: Der Artikel ist weg. Update 17:00 Uhr: Soll laut der Autorin des Beitrags ein technisches Problem sein. Update 18:17 Uhr: geht wieder. [Klaera]
Perry und die qlasse Pille Kate Perry nimmt Qlaira®. Dies will ein Artikel im Freizeit-Magazin, der Wochenend Beilage der österreichischen Zeitung "Kurier", nahelegen, in dem als Einstieg für die Schleichwerbung für die Verhütungspille von Bayer das Bekenntnis der Sängerin gewählt worden ist. "Ich werfe die Anti-Baby-Pille ein wie andere Vitamin C". Laut dem Bericht soll Perry beim Wiener ![]() Soweit redaktionelle Sauberkeit im Pharmawerbebusiness. Für die schmutzigen Teil darf die Expertin Dr. Monika Schaffner ran. In einem Kasten erklärt die Frauenärztin, die auch schon für "News Leben" Qlaira® positiv ![]() ![]() Die Frauen fühlen sich wohler, sie haben mehr Lust, und die Scheide ist feuchter. Sie verschreibe die Pille deswegen häufig. Damit auch jede Frau, weiss um was es geht, ist eine Packung mit Handelsnamen abgebildet. Leserinnenservice. Zugegeben, mal neue Value Messages, sollten doch bisher Vorteile bei Haut, Haare, Körpergewicht und kürzere Blutungen, die in ![]() ![]() [Klaera]
Negativer Q-Test ![]() Habe sie heute den 2. Tag genommen und mir gehts echt schlecht, extremer Druck im Kopf, Schwindel, heute Nacht hatte ich ne schlimme Panikattacke und meine Stimmung ist total zum Heulen, traue mich jezt überhaupt nicht die nächste Tbl aus der Packung zu nehmen.
Ob nach dem Lesen eine Internetnutzerin noch den ![]() [Klaera]
"Wienerin" liebt Pillenwerbung ![]() Bei soviel ![]() Variante2: Sie nehmen ohne Pause die Minipille Cerazette - sie ist derzeit die einzige ihrer Art am österreichischen Markt. Damit zielt essex klar auf Bayer. Zwar muss Bayers "Qlaira®" auch durchgängig ohne Pillenpause genommen werden, aber durch abgestufte Hormondosen und zwei Plazebo-Pillen am Ende des Einnahmezyklus können Frauen eine Entzugsblutung nicht "verschieben" oder ganz unterdrücken. Zu der Sorge um die Wellness der Leserinnen gehört natürlich auch, dass Wienerin online über das Bayer-Produkt informiert: Frauen in Österreich haben ab sofort eine neue Option in Sachen Verhütung. [Klaera]
Qlaira ist ein nettes kleines Mini Cabrio Eine Gynäkologin erklärt im Auftrag von Bayer die Vorteile von Qlaira®. Wissen Sie, Sie müssen sich das so vorstellen wie mit Autos. Also das Ethinylestradiol das ist so wie sagen wir mal ein ganz grosser dicker fetter Porsche. Schick, schnell. Sie kommen kommen superschick ganz schnell von A nach B, aber ist auch ein bisschen kapriziös und man muss echt aufpassen mit der Steuerung, man kann auch mal schnell wogegen fahren, ja. Und das Estradiolvalerat, das ist jetzt nicht etwa die kleine langweilige Schwester vom Ethinylestradiol, ja. Sondern stellen Sie sich das vor als netten, kleinen Mini, zum Beispiel. Mit dem kommen Sie auch schick von A nach B, ja. Und der hat sogar noch ein paar Vorteile, wenn Sie vielleicht ein Cabrio haben. Das ist einfach der Unterschied. Auch sonst gibt das Interview einen unbeabsichtigten Einblick in die Praxis der Gynäkologen. Nach diesen Aussagen "basteln" die Kollegen schon mal Off-Label mit Hormonen herum und sie habe Qlaira® schon vor dem Launch am 15. Mai 2009 verschrieben: "dann gehen sie gleich am 15. in die Apotheke und holen sich das". Übrigens die interviewte Frauenärztin mit der, dem Interview nach zu schliessen, Erfahrung beim Porschefahren ![]() ![]() ![]() [Klaera]
Kurz und gut und unethisch ![]() Verbotene Werbung für rezeptpflichtige Arzneimittel geht in Österreich auch kurz. ![]() [Klaera]
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