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4 Sterne Superior Die Wirtschaftswoche stellt das Resort Schwielowsee vor. Dort tagen vom 15. bis 17. März die G8-Umweltminister und am 18. und 19. Mai die G8-Finanzminister. Die gastronomischen Quereinsteiger Hilpert und Tiedje trafen auch die Entscheidung, das Resort trotz einer möglichen höheren Bewertung von der Dehoga mit vier statt fünf Sternen und dem Zusatz Superior einstufen zu lassen. Damit verstossen Pharmaunternehmen nicht gegen Paragraf 20 des freiwilligen Arzneimittelindustriekodexes, der eine Buchung in Fünf-Sterne-Betrieben untersagt, wenn sie Ärzte hier an die Brandenburgischen Seen einladen. Tiedje, richtig, der ehemalige Bild-Chefredakteur. Dazu noch: Axel Hilpert, der zu DDR-Zeiten Antiquitätenaufkäufer für die „Kommerzielle Koordinierung“ von Alexander Schalck-Golodkowski war, als Geschäftsführer. Als Teilhaber den ehemaligen bayrischen Finanzminister Georg Freiherr von Waldenfels und den ehemaligen Medienmanager und heutigen Präsidenten des Fußballclubs Hertha BSC, Bernd Schiphorst. Tiedje und Schiphorst sind auch Vorstände der Ob die Ärzte auch mit dem Wasserflugzeug anreisen? [heile Welt]
AstraZeneca startet Packungs-Seriennummer Was sich [Counterfeit drugs]
Takeda vs. blogs ![]() Der Fall des John Mack, ein in der US-Pharmamarketing-Szene bekannter Journalist und blogger fordert zum Boykott des Medikaments auf. Er hat einen "Dear Doctor"-Brief veröffentlicht, den die Leser ihren Ärzten geben sollen. Dear Doctor: You undoubtedly are aware of the sleep aid drug Rozerem marketed by Takeda. The company's sales representatives surely have paid you many visits extolling the so-called virtues of Rozerem. You may also have seen the big "Zero" logo at meetings and in print ads (if not, see "Rozerem Sleeper Cell at Pri-Med Conference"). But you may not have seen recent Rozerem DTC reminder TV ads that Takeda has run in violation of its pledge to abide by PhRMA's Guiding Principles for DTC Advertising, which specifically bans reminder ads on TV (see "Rozerem Reverts to Reminder TV Ads"). As you may know, reminder ads mention the drug name but do not mention the indication or side effects. In addition to that questionable behavior, Takeda also received a Notice of Violation letter from the FDA that said some of these ads were aimed at children and were not reminder ads at all and should include side effect information (see "Back to School for Takeda, Rozerem, and Abe Lincoln!"). The worst offense, however, is Takeda's claim that no one in the company was involved in the "approval, release or broadcast of the advertisement in question" (see "Takeda Borrows Cephalon's Excuse for FDA Warning Letter"). I am sure that like most people, you find that excuse hard to believe and, if true, it must give you pause. That is, either Takeda is not trustworthy -- it lied -- or it is incompetent. I am asking you, therefore, to refrain from writing prescriptions for Rozerem in protest. There are several other alternative drugs available for the treatment of your patients with insomnia. The next time you see a Takeda sales representative, tell him or her that you are boycotting the product until you are assured that Takeda takes the necessary steps to (1) determine who in their company and/or ad agnecy was responsible for the violative DTC ads, and (2) terminates the employment of the responsible employee or cancels the contract of the responsible ad agency. Only you have the power to make Takeda comply with FDA regulations, PhRMA DTC Guidelines, and minimal industry ethical standards. FDA and PhRMA appear to be ineffectual in this regard. Sincerely, John Mack Könnte ein Beispiel für den Einfluss von blogs auf das ethische Verhalten beim Pharmamarketing werden. Bittere Erfahrungen, die Konsumgüterhersteller schon machen mussten. Ich bin gespannt wie es weiter läuft und halte die Leser auf dem Laufenden. [Pharmamarketing]
Anzeigenrelevante Geister der Pharmaindustrie Andrea Fried, die Chefredakteurin der Österreichischen Krankenhauszeitung (ÖKZ), kritisiert im Besonders betont Andrea Fried den zunehmenden Einfluss der Industrie auf die Gesundheitsberichterstattung in den so genannten "Laienmedien". Ich erinnere da an die In letzter Zeit ist in Österreich auch ein zunehmender Einfluss der pharmazeutischen Industrie auf die Gesundheitsberichterstattung in den so genannten „Laienmedien“ (Monats-, Wochen-, Tageszeitungen, Fernsehsendungen) zu bemerken. Die Lobbyisten der Industrie verweisen selbst stolz darauf, welche Medien sie finanziell unterstützen und welche Möglichkeiten des „Agenda Settings“ sie dafür erhalten." So recht die Chefredakteurin hat, darf man nicht vergessen, dass es auch ein Streiten um den Werbekuchen ist. Die ÖKZ sieht sich als Marketingpartner und verweist auf "flexibles Eingehen auf spezielle Kundenwünsche", "breites Werbeangebot" oder "erweiterte Marketing-Unterstützung für Stammkunden". Ach, da kommt der Meister! Herr, die Not ist groß! Die ich rief, die Geister werd ich nun nicht los. (J.W. von Goethe, Zauberlehrling) [Oesterreich]
Freiheiten bei Takeda Im Pharmaberater-Forum erklärt ein user, dass man als Pharmaberater bei Takeda "gewisse Freiheiten" hat: erstens hast du ein gutes budget zu deiner verfuegung. solange du es legal unter die leute bringst gibt es kein problem. keine schreibt dir eigentlich vor wie du es zu benutzen hast, ob veranstaltung oder ob du 10000 kulis davon kaufst ist normalerweise egal. das wichtigste dass alles seine ordnung hat, und was bedeutet das? die rechnungen/unterlagen muessen unanfechtbar sein. wer schon mal einen guten steuerberater hatte kann sich einige tipps holen wenn es um krative buchhaltung geht. und in der heutigen zeit wird man schnell kreativ. natuerlich gute kontakte sind das a und o. wie vor einigen jahren einige mitarbeiter eines grossen englischen konzerns sollte man es nicht machen. teure geschenke einfach so mal abrechnen mit der firma, unter die restaurant rechnungen umsatzsteigerung schreiben (bewirtungsanlass). Dann git es auch firmen eigene "projekte" die aendern sich mit der zeit und die wurden immer weniger aus bekannten gruenden. hand aufs herz, alle sartane sind mehr oder weniger gleich, ob nun in der studie der eine 2 stunden langer wirkt oder 3mmhg mehr senkt mahct im altag keinen unterschied und kein arzt kann es in der praxis messen. da braucht man halt andere argumente um diese preparate zu platzieren. [Pharmaaussendienst]
Pharmaberater kein Zukunftsjob Die Pharmakonzerne dünnen in den USA ihren Aussendienst aus. Die The Seattle Times berichtet über Wyeth und Merck & Co, die hier eine Vorreiterrolle spielen. Meiner Meinung nach wird es auch in Deutschland die Pharmaberater treffen. Denn die Situation gleicht sich:
[Pharmaaussendienst]
Ärztliche Fortbildung in Industriehand Obwohl ich mit Umweltmedizin wenig anfangen kann - Erdstrahlen und so, you know? - finde ich diesen Das Informationszentrum Mobilfunk (IZMF), ein Lobbyverein der Mobilfunknetzbetreiber, veranstaltet unter dem Titel "Mobilfunk und Gesundheit" Fortbildungen für Ärzte, die von der Ärztekammer anerkannt sind und mit Fortbildungspunkten belohnt werden. Dr. Bergmann beschwert sich in einem Brief an die Bundesärztekammer (BÄK) über die einseitige Darstellung der Gefahren des Mobilfunks und den Verstoss gegen die Berufsordnung und Fortbildungsordnung, da die Referenten im Dienst der Mobilfunkindustrie stehen. Der §5 (1) der Fortbildungsordnung von Baden-Württemberg legt fest: Die Anerkennung einer Fortbildungsmaßnahme setzt voraus, dass die zu vermittelnden Fortbildungsinhalte ... frei von wirtschaftlichen Interessen sind.. Er fordert den Präsidenten der BÄK auf, eine weitere Vergabe von Fortbildungspunkten für Veranstaltungen des IZMF oder anderer von der Mobilfunkindustrie abhängiger Einrichtungen sofort zu stoppen. Auch die Pharmaindustrie sponsert anerkannte Fortbildungen. Es herrscht sogar weithin die Auffassung vor, dass Fortbildung ohne die Unterstützung der Pharmaindustrie nicht möglich wäre. Dazu auch ein Bericht eines Arztes von einer Diabetes-Fortbildung im Ärzteblatt. Naive könnten dies jetzt für eine Win-win-Situation halten. Ich habe meine Fortbildungspunkte bekommen, durfte noch umsonst etwas essen, und die Pharmaindustrie konnte mich über ihre Blockbuster in spe informieren. Auf der Strecke jedoch blieb ganz sicher das, was mit der Fortbildungspflicht im DMP beabsichtigt war: eine wirtschaftliche und qualitätsgesicherte Arzneimitteltherapie. Und dies ist, fürchte ich, exemplarisch für das ganze Elend der Fortbildungspflicht. Man jagt die Kollegen in die Fortbildungen, wo sie mit offenen Armen von der Industrie begrüßt werden. Die Regelung, wonach es nur Fortbildungspunkte für Veranstaltungen gibt, die wirtschaftlich unabhängig sind, ist offensichtlich zahnlos. Nie liefen die Chappi-Veranstaltungen so gut wie heute, wo selbst solche Kollegen kommen müssen, die sich früher aus gutem Grund fernhielten. [Aerzte]
Takeda sucht noch Bauernopfer ![]() Wegen des TV-Spots für das Schlafmittel Rozerem, in dem Kinder als Zielgruppe Besonders dreist ist die Erklärung von Takedas PR-Chef Matt Kuhn: Our preliminary review of the situation indicates that no one internal to Takeda was involved in the approval, release or broadcast of the advertisement in question.
Da wird wohl noch nach dem Bauernopfer gesucht.In dem Brief weist die FDA darauf hin, dass Informationen über Nebenwirkenungen gefehlt hätten: Because the ad is not a reminder ad, it must present the indication and information relating to the major side effects. Wobei man wissen sollte, dass sich die Unternehmen im US-Pharmaverband PhRMA sich darauf verpflichtet haben, keine reminder-ads zu benutzen. Dagegen hatte Tekeda schon im Januar verstossen. [Pharmamarketing]
Des Pudels Kern Wenn man Sonntag morgens zum Bäcker geht, kann man der "Bild am Sonntag" (BAMS), Deutschland auflagenstärkster Sonntagszeitung, nicht entgehen. Der heutigen Ausgabe liegt ein Gesundheitsmagazin "Besser leben" der BAMS bei. Ich habe es nicht übers Herz gekriegt, für die Zeitung 1,40 Euro auszugeben. Dafür gönne ich mir heute Nachmittag ein Eis in der Frühlingssonne. So wie ich es verstanden habe, bewirbt das Magazin auch eine Aktion: Mein Wunschgewicht. Eine Art Diät-Community im Netz. Präsentiert von der AOK und BAMS. Auf wen treffen wir da: Prof. Dr. Volker Pudel. Ein sehr rühriger Ernährungswissenschaftler und seit über 30 Jahren Mitglied des Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), deren Mittel zu 70% von Bund, Ländern und aus öffentlichen Kassen stammen. Prof. Pudel vertritt die sehr eingängige These: Wer Fett isst, wird fett. Das macht ihn zum Liebling der Medien, aber lässt sich wissenschaftlich nicht so halten. Wikipedia zu Breit bekannt wurde Pudel in seiner Eigenschaft als Geschäftsführer der WeCARE Gesellschaft für interdisziplinäres Gesundheitsmanagement mbH, die das Online-Schlankheitsprogramm Slimnet einführte, weswegen er vielfältiger Kritik ausgesetzt war. Einige Ernährungswissenschaftler bezweifeln die Wirksamkeit der von Pudel propagierten streng fettarmen Diätform, Verbraucherschützer kritisieren die Verknüpfung des Slimnet-Diätprogramms mit dem Verkauf kommerzieller Diätprodukte ("Delemi"). WeCare betreut auch die Aktion "Mein Wunschgewicht". Mittlerweile ist Prof. Pudel nicht mehr Geschäftsführer von WeCare, sondern sein Sohn Sven Pudel, der in der Presse auch schon mal "Ernährungsexperte" genannt wird. Wenn man mehr über WeCare erfahren will, wird man im Internet nicht so recht fündig. Ausser der Seite mit dem Impressum ist der Webauftritt leer. Wenig, für ein Unternehmen, dass für die AOK ein Anti-Stressprogramm konzipiert und betreibt und für Merck KGaA einen Internetschlaftrainer. Ein zweites Unternehmen in dem Sven Pudel Geschäftsführer ist, ist die Bauhaus für Kommunikation Gesellschaft für Mediendialoge mbH unter gleicher Adresse wie WeCare. Auch hier ist der Internetauftritt für eine Kommunikationsfirma bescheiden. Bauhaus fungiert als Provider für die Aktionen, verwaltet die Daten und stellt den Datenschutz sicher. Vertrauenserweckend, oder? Übrigens auch für das Optifast-Programm von Novartis und der Stressaktion der AOK. Wie zu erwarten, ist die erwähnten Slimnet GmbH, die auch die ebenfalls erwähnten Delemi-Diätprodukte vertreibt, auch unter der Geschäftsführung von Sven Pudel und der bekannten Adresse tätig. "Mein Wunschgewicht" scheint eine Version des kommerziellen Internet-Abnehm-Programms von slimnet zu sein. "Entwickelt" wurde das Slimnet-Programm an der Universität Göttingen. Sowas nennt man dann wohl einen erfolgreichen Spinn-Off. [Internet]
It seemed like a giant roulette table ![]() Das scheint auch ein interessantes Buch zu sein: Andy Kessler. The End of Medicine: How Silicon Valley (and Naked Mice) Will Reboot Your Doctor. Die Entwicklungen in Medizin und Gesundheitswesen aus der Sicht eines IT-Analysten. Wer gibt mir die Zeit, all diese Bücher zu lesen? Speziell für "hockeystick": In dem Buch gibt es ein eigenes Kapitel "The Cholesterol Conspiracy". Ein Ausschnitt aus dem Buch, in dem I was back in New York again. The American Airlines shuttle across the U.S. – another 3 mrems of radiation. The Grand Hyatt hadn’t changed much. Same crowded sidewalk next to Grand Central Terminal. Same bustling lobby. Same set of four or five escalators up and over and up and over until you reach the ballroom level. As with every investor conference, it is filled with scurrying mice in tailored suits, all looking for the next greatest thing. And for days, every thirty minutes in six different tracks, companies endlessly pitch their golden prospects. Every damn one of them sounds like the next greatest thing, so the mice scurry some more, discuss amongst themselves and probe and prod CEOs with insightful questions until the mice are so confused, they just ask someone else what they should buy. I’ve been to so many tech conferences, I could tell you where the bathroom and best cellular reception is in the leading hotels of the world. But this was a healthcare conference. I pulled some strings at Bear Stearns and wangled an invite. I figured it would be a great forum to get instantly up to speed on the healthcare industry. So I put on a suit, slogged to NY, sweated in 95 degree heat, and pretended to be interested in Phase 2 trials of monoclonal antibodies. What I learned was that healthcare investing was a bigger crap shoot then technology. “What do you think of these guys?” “Curagen?” “Yeah.” “Too early.” “But they’re in Phase 2 on their cancer thing – PXD101 I think. I thought you like Phase 2?” “I do, but it’s not theirs.” “Sure it is.” “Nope, they licensed it, not enough upside. No one is going to care.” I was eavesdropping on two guys I recognized from the past. One guy used to run some tech money, I think I remember him getting blown out in 2000 for being long and wrong. But he’s obviously still in the business. I strained to read his name tag, without luck. The other guy was a classic popcorn hedgie. Always showing up where the action in, figuring out some angle and trading rapid fire looking for returns. “For me, it’s just one thing.” “Market size?” “Nope, these are all billion dollar markets.” “Management?” “Nope, they’re all trying to hit fish with a baseball bat.” “True. So what is it? Balance sheet? Partners? Their logo?” “You just play the trials. I don’t give a shit what drug it is, it almost always works the same way.” “Get out of here.” “No, check it out. Preclinical is bullshit, you could get gum off the sidewalk to reduce tumor size in rats. So what? Even Phase 1 is a load. They are mostly bent around to get decent enough results so you can get to Phase 2. I’ve tried to time Phase 1 announcements, but no dice. You always wait until you are about a third of the way into Phase 2, then you buy the shit out the stock." “C’mon.” “It works. The first few press releases are almost guaranteed to be positive. Companies will do anything to get their stock up before the final results hit. Phase 3 is just so damn expensive, they want to sell stock or converts or something so they don’t have to give the damn drug away to big pharma.” “OK.” “Look, the stock almost always pops. I usually sell into it, unless the press release is blow-away efficacy numbers, then you can stick around. But not forever.” “No?” “Hell no, you almost always sell right before the Phase 2 trial is over. Everyone figures it’s gonna work, so the stock goes up until the day of the announcement. It almost always gets whacked when they announce the real results, people already know. The doctors have been trading the stock ahead of you and dump it on the news.” “That’s it?” “I sometimes do Phase 3, but that’s harder. Even if something works, the costs kill you. The stocks going down.” “But it pops on the news at the end of Phase 3.” “Sometimes. Not always. You can get killed if the trial fails.” “Can’t you play that?” “Nah. I don’t like to gamble. Not even in Vegas.” * * * I spent several days walking the halls, popping into presentations, seeing if I could hear about some sea change in healthcare. Investors always hear about things first. Instead I heard about drugs that might or might not treat bone metastases, myelogenous leukemia, multiple myeloma, kidney inflammation, and on and on. I didn’t hear about innovation – more like regimentation. I don’t know how many times I heard the expression fully randomized, double blind, placebo trial. Every biotech and pharma company pitched some set of compounds in trials. They were rooting away, but had absolutely no idea if the damn thing really worked. Even big companies with billions in sales of some drug pitched their replacements when they went off patent. It seemed like a giant roulette table. If 17 black comes up, you win 35 to 1, else, zippo. Even the popcorn hedgie didn’t like those odds, settling for smaller returns with a bet based on knowing how fast the wheel spins. Jeez. [via DealBreaker] Hier noch ein Interview mit dem Autor. [Gesundheitswirtschaft]
Folgen des Zyprexa® off-label Marketings In Europa haben die Medien über den Fall Zyprexa trotz der Dimensionen bisher kaum berichtet. Man muss sich nur vor Augen halten: Zyprexa® ist zur Behandlung von Schizophrenie und Bipolaren Störungen zugelassen, nicht gerade "Volkskrankheiten". Trotzdem ist es zu einem Blockbuster und eines der weltweit umsatzstärksten Medikamente geworden. Atypischen Antipsychotika, wie Zyprexa® werden auch bei einer Reihe anderer affektiven Störungen verschrieben, etwa bei Depressionen. In Deutschland haben sich von 1993 bis 2002 die Verschreibungszahlen für Antidepressiva verdoppelt. Und lange nicht jeder, der diese Glückspillen schluckt, ist auch wirklich depressiv. Die Pillen helfen auch eigentlich gesunden Menschen über das eine oder andere Stimmungstief hinweg. Obwohl nicht zugelassen bekommen in den USA auch Kinder und Jugendliche Psychophamarka. Allein zwischen 1993 und 2002 stieg in den USA die Anzahl der Arztbesuche von Kindern und Jugendlichen mit Verschreibung von Antispychotika von 201.000 auf 1.224.000. Grund dafür waren auch die neuen atypischen Antipsychotika wie Zyprexa, mit geringeren Nebenwirkungen wie Sedierung oder motorische Störungen. Auch ältere Patienten werden mit atypische Antispychotika behandelt, ohne dass es indiziert ist. Twenty-five to 35 percent of patients in nursing homes who are diagnosed with dementia received an antipsychotic drug such as Zyprexa last year, Hohenberg of Decision Resources said.
Das Zitat ist aus einem, bloomberg.com Artikel. Laut diesem Bericht ist der Umsatz mit Psychopharmaka wie Seroquel® (AstraZeneca) und Zyprexa® allein 2006 um 20% gestiegen.Bei der Off-label Verordnung helfen die Pharmakonzerne kräftig mit: Lilly wird vorgeworfen, Zyprexa® unerlaubt auch für die Behandlung von psychischen Störungen und Erkrankungen vermarktet zu haben, zu der das Medikament nicht zugelassen ist. Die internen Dokumente sprechen eine deutliche In den USA hat sich Henry R. Waxman, der Vorsitzende des "Committee on Oversight and Government Reform" im Repäsentantenhaus, dem off-label Marketing von 6 Pharmakonzernen, darunter auch Lilly, angenommen und von den Unternehmen Dokumente und Briefwechsel, beispielsweise mit der Zulassungebehörde FDA, angefordert. In Deutschland ist dies bisher kein Thema. Dabei offenbart schon eine kurze Recherche in der Ärzte Zeitung Indikationen wie Stottern, Demenz, Bipolare Störungen bei Kindern, Depression. Welche Folgen diese Vermarktungspraktiken haben können, beschreibt ein Bericht der NY Times über den Tod eines 4-jährigen Mädchens. Es hatte seit sie 2,5 Jahre alt war einen bunten Mix von Psychopharmaka erhalten, darunter auch ein atypisches Antipsychotikum. [Zyprexa]
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