Das hier ist kein Politikblog - jetzt amtlich!

"Demokratie24" hat mein blog ohne Erklärung aus den Politikblogs rausgeschmissen. Anscheinend zu unpolitisch hier. Jetzt sind fast nur noch blogs von Parteien, Lobbygruppen, Mandatsträgern und ein paar Medien in der Übersicht.

Politischer geht es da z.B. bei Alexander Sempf zu, der als Politblogger in dem Portal geführt wird. Untertauchen ist ja eine politische Disziplin, die dem Politnachwuchs bei der weiteren Karriere noch helfen könnte. Das beherrscht auch Anna Lührmann: Das "moblog" der Vorzeige-Jungpolitikerin hat dieses Jahr erst 2 Einträge zu verzeichnen.
 
[Politik]
Autor: strappato   2007-05-22   Link   (8 KommentareIhr Kommentar  



 

Michael Moore's SiCKO - zu spät?

Am Samstag hat SiCKO - der Dokumentarfilm vom Michael Moore über das US-Gesundheitswesen beim Festival in Cannes ausserhalb des Wettbewerbs seine Premiere. Ein grosses Thema in den US-Medien und bei den Pharmabloggern. Wenn man die Artikel überfliegt, hat man den Eindruck, dass die Erwartungen insgesamt positiv sind, was bei einem Film von Michael Moore einem zu denken geben sollte.


Interessant ist die Meinung in BrandweekNRX. Danach kommt der Film um Monate zu spät. Ein Fest für die Pharmaindustrie, der es in den letzten Wochen durch geschicktes Lobbying trotz der demokratischen Mehrheit gelang, ihre Vorteile durch Gesetze weiter zu festigen. Der Vorwurf: Michael Moore geht es mehr um den Oscar und den wirtschaftlichen Erfolg, als um die politische Sache - und die 40 Millionen US-Amerikaner ohne Krankenversicherung.
 
[SiCKO]
Autor: strappato   2007-05-22   Link   (0 Kommentare)  Ihr Kommentar  



 

Klinische Studien in China boomen

Eine Reportage in der Business Week zeigt ein weitere Branche, die in China einen enormen Aufschwung erlebt. Das Geschäft mit den klinischen Studien. Trotz aller ethischen Bedenken investieren die Pharmakonzerne in klinische Studienzentren in China. Auch weil die chinesische Regierung dies als Chance sieht, moderne mediznische Versorgung ins Land zu holen.
China's immense patient populations suffering from cancer, diabetes, cardiovascular illnesses, and a whole range of infectious diseases have captured the attention of drug and medical device companies across Europe and America. They are expanding research and testing facilities in China, not only because costs are low and it is relatively easy to recruit patients, but also because Beijing insists new drugs be tested locally before going on sale.

In the past, Chinese medical authorities have greenlighted risky experiments, including stem cell injections and treatments that involve altering the patient's genes. Moreover, people recruited into trials don't always understand what they have signed up for, but they rush to join because it may be their only chance to see a doctor.

 
[Klinische Studien]
Autor: strappato   2007-05-22   Link   (0 Kommentare)  Ihr Kommentar  



 

"bucket of money" fordert weiteres Opfer

Ein weiteres Opfer der "Zubillaga"-Affäre. AstraZeneca hat die für den US-Markt verantwortliche Direktorin gefeuert. Whistleblower hatten in den letzten Monaten verbotene und unethische Marketingmethoden bei AstraZeneca aufgedeckt, die in blogs veröffentlicht worden sind.
 
[AstraZeneca - Bucket of cash]
Autor: strappato   2007-05-21   Link   (0 Kommentare)  Ihr Kommentar  



 

Disease Mongering Engine

Reactive Stress-Related Aversion Dysfunction With Indigestion (RSADWI)

Hört sich gefährlich an. Nicht nur die Pharmaindustrie kann neue Krankheiten erfinden. Selber probieren: Mit der Disease Mongering Engine.
 
[Internet]
Autor: strappato   2007-05-21   Link   (1 KommentarIhr Kommentar  



 

PharmaTV

Laut dem Guardian planen vier Pharmakonzerne (Johnson & Johnson, Pfizer, Novartis und Procter & Gamble) einen europäischen PharmaTV-Sender zu starten - "European Patient Information Channel". Der Guardian hat eine 10-minütige Pilotsendung auf DVD gesehen, in der ein Arzt mit einer Patientin über Brustkrebs spricht und die Patientin den Zuschauern versichert: "Es sind viele neue Behandlungen verfügbar". Darunter konnten Zuschauer per Fernbedienung auf die verschiedenen Behandlungsoptionen klicken und lesen, was die Pharmakonzerne über ihre neuesten Produkte zu sagen haben.

Damit soll die EU-Kommission überzeugt werden, Werbebeschränkungen für verschreibungspflichtige Medikamente zu lockern. Seit langem versuchen die Pharmakonzerne durch massives Lobbying auf europäischer Ebene mit dem Schlagwort Information und Eigenverantwortung einen deregulierten Werbemarkt zu schaffen.

Der Pilotfilm ist daher von europäischen Patientenverbänden, die von der Pharmaindustrie ihre Mittel bekommen, wie dem "European Patients' Forum" (EPF) begeistert aufgenommen worden. Diese pdf-DateiStudie beschäftigt sich mit der mangelnden Transparenz beim EPF und den Verbindungen zur Pharmaindustrie.
 
[Pharmamarketing]
Autor: strappato   2007-05-21   Link   (2 KommentareIhr Kommentar  



 

Andere arbeiten lassen (AAL)

Der Chef der Unternehmensberatung ecco aus Oldenburg hat als Lehrbeauftragter der Uni Bremen die Scheinvergabe von unbezahlter Interviewertätigkeit für sein Unternehmen abhängig gemacht, berichtet die taz Bremen. Zugleich sollten die Studenten für eine von ecco organisierte Messe werben.

Die Public Health-Studierenden haben das abgelehnt und forderten die Entziehung der Lehraufträge für den Geschäftsführer und eine ecco-Mitarbeiterin. ecco hat dann, um Schaden abzuwenden, selber den Rückzug angetreten.

Im Bericht der taz wird noch die "Kooperation" des Unternehmens mit der Uni Oldenburg kritisch angesprochen. Diese enge Verflechtung ist sogar in einem pdf-DateiKooperationsvertrag fixiert worden.

Der Fall zeigt, wie geschickt "Spin-offs" aus dem Universitätsbetrieb, die Ressourcen der Uni nutzen. Ob Praktikanten, Examensarbeiten, Zugang zum Bibliotheksnetz, Imagetransfer des Uni-Namens, Nutzung von Räumen zu nicht marktgerechten Preisen, Möglichkeit bei Kapazitätsengpässe, die von der Uni bezahlten Mitarbeiter einzusetzen oder "Professoren" als Namensgeber für Gutachter zu haben - die Vorteile solcher meist von Professoren oder Uni-Mitarbeitern initiierten Unternehmungen können vielfältig sein.

Gegenüber rein privatwirtschaftlichen Forschungs-Dienstleistern und Beratungsunternehmen besteht da ein Wettbewerbsvorteil, der zu Preisdumping führt. Das erleben wir selber oft genug.
 
[Wissenschaft]
Autor: strappato   2007-05-21   Link   (0 Kommentare)  Ihr Kommentar  



 

Pharmamanager soll Siemens aus der Krise führen

Peter Löscher - ein Österreicher - soll der Nachfolger von Siemens-Chef Kleinfeld werden. Löscher war von 2004 bis 1. Mai 2006 bei GE für die Geschäftsfelder Medizinische Diagnostik und Arzneimittelentwicklung – und forschung zuständig und wechselte vor einem Jahr zu Merck & Co auf den Posten des "President Global Human Health". Vorherige Stationen waren Hoechst, Aventis, Amersham.

Pharma & Corporate Governance. Vielleicht auch: Wer den Sumpf kennt, der kommt darin nicht um. Ich verweise da nur auf die Zahlungen von Merck an Mandatsträger, um den Impfungen mit dem HPV-Impfstoff Gardasil verpflichtend zu machen oder das Astroturfing in Österreich. Von Vioxx mal ganz zu schweigen.

Die Wahl von Löscher bedeutet wohl auch, dass Siemens in Zukunft sich besonders von der erfolgreichen Medizintechnik-Sparte viel erwartet.
 
[Pharmaindustrie]
Autor: strappato   2007-05-20   Link   (1 KommentarIhr Kommentar  



 



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