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Glaubwürdigkeit von Hinterhoffabriken Es wird immer wieder vor gefälschten Medikamenten gewarnt Ernstgemeinte Warnungen und gezielte PR der Pharmalobby sind nicht so einfach auseinanderzuhalten. Trotzdem gibt es sie, die chinesischen Medikamenten-Hinterhoffabriken. Journalisten der "Sunday Times" konnten undercover eine besuchen und dort auch fotografieren. Dazu gaben sie vor, eine Internetapotheke als Grosshändler zu betreiben, und schalteten Werbeanzeigen im Internet. Schnell wurden sie von einer chinesischen Fabrik kontaktiert, die perfekte Kopien von Medikamenten versprach. We copy every single detail. We could produce $100 bills but we wouldn’t do that because it is illegal. Warum die Internetapotheken, die die Produkte dieser Hersteller vertreiben, Erfolg haben, zeigt ein blogposting. Man kann natürlich der ganzen Welt misstrauen, aber wenn man wiederholt von guten Erfahrung mit einem bestimmten Medikament von einer bestimmten Internet-Apotheke liest, kann man durchaus von einer gewissen Glaubwürdigkeit sprechen, egal, was Unternehmen wie “Merck” oder “Boehringer Ingelheim” davon halten. Credibility ersetzt in Zeiten des web2.0 Qualitätskontrollen. Und wenn es schief geht, ist trotzdem die böse Pharmaindustrie schuld, die mit ihrer Preispolitik verhindert, dass auf den Glatzen preiswert wieder Haare spriessen. [Counterfeit drugs]
18000 Franken Auch in unserem Nachbarland Schweiz machen sich die Behörden Gedanken über die Kosten von Lucentis®. 18000 statt 450 Franken pro Jahr. Dort will Novartis Behandlungen über neun Spritzen pro Patient und Jahr selbst bezahlen. [Avastin - Lucentis]
Zyprexa-Update Hockeystick hat mich in einem Kommentar aufmerksam gemacht, dass es Zeit für ein Zyprexa®-Update wäre. Also: Was ist in den letzten Monaten passiert?
[Zyprexa]
Fallpauschalen-Irrsinn ![]() Im nächsten Jahr sollen 1137 Fallpauschalen die Grundlage für die Bezahlung von Krankenhausleistungen bilden. Die Zahl von 55 zusätzlichen DRGs ist im Rahmen der üblichen Steigerung. Die Selbstverwaltungspartner sind sich einig, dass mit dem neuen Katalog das komplexe Behandlungsgeschehen noch genauer abgebildet und dadurch adäquater vergütet werden kann. Das sagen die Selbstverwaltungspartner jedes Jahr, wenn mehrere Dutzend DRGs draufgepackt werden. Alles eher eine Arbeitsbeschaffungsmassnahme für die Prüfer. Allein die Barmer Ersatzkasse holte sich im vergangenen Jahr 131,7 Millionen Euro von den Krankenhäusern zurück. Man kann annehmen, dass in den meisten Fällen kein absichtlicher Betrug dahinter steckt, sondern die Kliniken mit den jährlich überarbeiteten Codierrichtlinien und dem "lernenden System" der DRGs überfordert sind. [Klinik]
Novartis macht weiter Druck für Lucentis-Erstattung Novartis lässt nicht locker und hat die Krankenkassen nochmals aufgefordert, über das Angebot der Übernahme aller Kosten für die Therapie mit Lucentis® zu verhandeln, die 315 Millionen Euro im Jahr übersteigen. Bei geschätzten Kosten von mindestens 700 Millionen Euro für die Behandlung der gesetzlich Versicherten, wo könnten für den Pharmakonzern die Vorteile liegen? Aus meiner Sicht:
[Avastin - Lucentis]
Pschyrembel Die 261. Auflage des Pschyrembel ist erschienen. Wörterbücher haben sich in Zeiten des Internets eigentlich überholt. Zumindest kann man am Pschyrembel erkennen, wann der Besitzer studiert hat. Mal auf das Bücherregal beim nächsten Arztbesuch achten. Mein eigenes Exemplar ist aus der 256. Auflage. Wer bietet mehr - oder weniger? [Buch]
Final: Die Luft ist raus Die Airnergy Solutions AG ist in die Insolvenz gegangen. Gratuliere hockeystick. Slap shot. [Gesundheitswirtschaft]
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